Vallo di Nera ist ein wunderschönes Dorf, das vollständig erhalten ist und direkt aus
dem Mittelalter in die heutige
Valnerina gekommen zu sein scheint.
Seine Stadtmauern sind noch intakt, wie auch alle anderen
Verteidigungsstrukturen, die typisch sind für eine alte befestigte Burg. Das
Dorf erhebt sich auf einem hübschen Hügel in ungefähr 400 Meter Höhe, wobei es
sich auf zwei Hänge längs einer Öffnung des
Nera-Tals stützt.
Die Ursprünge der Siedlung gehen sehr weit in die Vergangenheit zurück zu den
allerersten Bewohnern des Tals, den
Naharci, die sich in dem
Gebiet niederließen und es bis zum Auftauchen der Römer im 6.-2.
vorchristlichen Jahrhundert bevölkerten.
Die gesamte Zone entpuppte sich als Ort der Erwählung für Mönche, Einsiedler
und Anachoreten, die längs der Nera Einsiedeleien und Abteien errichteten und
die Sumpfgebiete trockenlegten. Die
Kirche San Giovanni,
eine der ältesten der Valnerina, gibt darüber ein wertvolles Zeugnis ab.
Genau am
8. September 1217 erhielt
Vallo von
Spoleto die Genehmigung, eine Burg zu errichten, die unter ihre - Spoletos -
Gerichtsbarkeit und politische sowie wirtschaftliche Kontrolle fallen sollte. In den folgenden Jahrhunderten nahm die Burg eine bemerkenswerte Menge an
Einwohnern auf und wurde so die dichtbevölkertste in der Valnerina, so dass
sich die Wohnhäuser auch außerhalb der Ringmauer ansiedelten.
Während der ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts änderte sich die politische
Situation und in der Valnerina wurde ein Bündnis gegründet, in dem sich alle
gegen das Herzogtum Spoleto aufbegehrende Kommunen zusammentaten und das von
Petrone
da Vallo und
Picozzo Brancaleone angeführt wurde. Während einer
Auseinandersetzung tötete Petrone einen päpstlichen Vertreter, der gekommen
war, um dem Aufstand ein Ende zu machen, die Folgen jedoch waren schrecklich.
1527 wurde der Führer bei lebendigem Leib verbrannt, die Burg von Valle di Nero
geschleift und geplündert.
Heute ist Vallo di Nera eines der schönsten Örtchen im Schatzkästchen der
Valnerina, was ihm einen Eintrag im Klub der schönsten Ortschaften Italiens ''
Borghi
più belli d'Italia'' eintrug.
Die Ortschaftl ist ausgezeichnet erhalten und befindet sich mitten in einer
unberührten Umgebung und einer wahrhaft köstlichen Landschaft. Seine Monumente
sind von Wäldern umgeben und von den vielen, aufeinanderfolgenden Tälern
geschützt.
Die Häuser
Schegginos sind aus Stein und eins über dem anderen gebaut, so dass
ein wirres Gewebe von Gassen, Türmen, Sträßchen, Bögen und enge Durchgänge
entstand, die dem Touristen ein eindrucksvolles Bild seiner mittelalterlichen
Vergangenheit geboten wird.
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