Piegaro, eine Geschichte aus Glas
Das Abenteuer einer Glasbläsermeister-Kolonie, die aus Venedig nach Piegaro
kam
Als eines Tages
eine kleine Gruppe von
Glasbläsern aus
Venedig in der Nähe des
Trasimenischen
Sees ankam, stellte sie gleich fest, dass man mit dem Reichtum des
abholzbaren Waldes, der um
Piegaro wächst, sicherlich etwas Gutes anstellen
könnte. Sie beschloss daher, ihre Öfen zu entfachen und nicht wieder ausgehen
zu lassen. Sie lehrten den Einwohnern ihre ganze Kunst und ihr ganzes Können
und diese setzten während der Jahrhunderte alles daran, phantastische, fein
gearbeitete Glaskunstwerke herzustellen. Noch im Jahre 1921 waren 400 von
insgesamt 600 Einwohnern im Sektor beschäftigt. Die alten Meister verteilten
überall ihre Arbeiten, indem sie die wichtigsten und wertvollsten Gebäude in
ganz
Umbrien ausstatteten. 1310 wünschte
Lorenzo Maitani, dass
eben sie die Glasarbeiten des Querschiffs und der Apsis' des
Doms von
Orvieto fertigten. Aber auch der Herzog
Ascanio Della Corgna wollte
sich mit ihren Werken schmücken und stellte 1580 zahlreiche Arbeiten in
Auftrag. Es folgten weitere Arbeiten für den Dom von Orvieto. Die Geschichte
von Piegaro ist eine Geschichte aus Glas. Sie ist jedoch nicht zerbrechlich und
wird von Jahrhundert zu Jahrhundert und von Generation zu Generation
weitergegeben. Die Gemeide von Piegaro hat kürzlich das Projekt eines
Glasmuseums
ins Leben gerufen, das die Großartigkeit der Glasbläsermeister und ihrer Werke
feiert.
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