Park von Monte Cucco

Park von Monte Cucco

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Allgemeine Informationen

Wie man zum Park kommt
Mit dem Zug, Bahnhof von Fossato di Vico - Gubbio EISENBAHNSTRECKE ROM - ANCONA (Alle Gemeinden des Parks bedienen sich dieses Bahnhofs).
Mit dem Auto oder dem Linienbus, vom Bahnhof Fossato di Vico: Autobuslinie: Bucci (PU) Tel. 0721/33235 LINiE ROM - URBINO APM (S.p.A) Perugia Tel. 075/5731707 LINIE: NACH GUBBIO, GUALDO TADINO.
Taxidienst: Bensi Giannangelo Tel. 075/919202.
Mit dem Auto, von Rom: SS n.3 Flaminia (Rom - Rimini). von Ancona: SS n.76 della Val d'Esino;
von Perugia: SS n.318 ( neue Schnellstrasse Perugia - Valfabbrica) bis Branca di Gubbio und dann SS 298 Pian d'Assino;
von Cesena: E45 (Schnellstrasse Ravenna - Orte) bis Montecorona und dann SS 298 Pian d'Assino;
von Pescara in Richtung: - Porto Civitanova, Macerata, Matelica, Fabriano, Fossato di Vico, Sigillo.
Näheste Flughäfen: Falconara Marittima (Ancona) - Tel. 071/28271 - S. Egidio (Perugia) - Tel. 075/592141

Parkverwaltung
SERVIZIO TURISTICO TERRITORIALE - Piazza Oderisi - 06024 - Gubbio (Pg) - Telefon: 075/9220693 - 075/9220790 - Fax: 075/9273409 - Email: info@iat.gubbio.pg.it

CAI - Club Alpino Italiano, sez. di Gualdo Tadino - Via Santo Marzio - 06023 Gualdo Tadino (Pg) :: Telefon: 075/913119 - 914012 - 9142180 - 912290.

CAI - Club Alpino Italiano, sezione di Gubbio - Piazza San Pietro - 06024 Gubbio (Pg) - Telefon: 075/9273618 - 333/3236333 - 075/9275474 - 333/3836112 - 368/3050508

CENS - Centro Escursionistico Naturalistico Speleologico - Via Galeazzi 5 - 06021 Costacciaro (Pg) - Telefon: 075/9170400 9170601 - Fax. 9170400 - Email: cens@infoservice.it :: Website: www.cens.it

CENTRO VOLO LIBERO - Via Flaminia 32 - Loc: Villa Scirca - 06028 Sigillo (Pg) Telefon: 075/917061

CONTAVERNO - Centro di Esperienza Ambientale - Via F. Venturi 14 - 06022 Fossato di Vico (Pg) - Telefon: 075/914287 - Fax. 0759149049 - Email: vallealceto@libero.it

UNIVERSITA UOMINI ORIGINARI DI COSTACCIARO - c/o Sig. Castellani Igino - Loc. Borgo San Rocco - 06021 Costacciaro (Pg) - Telefon: 075/9170601

LA RUMIOLA (FIE - Federazione Italiana Escursionismo): c/o Monacelli Giuseppe - Via Ghea - Loc. Purello - 06022 Fossato di Vico (Pg) - Email: rumiola@yahoo.it Website: http://web.tiscali.it/AVVENTURA

ASSOCIAZIONE VOLO E NATURA - c/o Sig. Cassetta Enrico - Via Giacomo Matteotti - 06028 - Sigillo (Pg) Telefon: 075/9177114

PROGETTO INSIEME SIGILLO Sportello Informazione - Via Giacomo Matteotti - 06028 Sigillo (Pg) - Telefon 075/9177999
Römerzeit
Nach der Schlacht von Sentino (295 v.C.) und dem römischen Sieg über das Bündnis, dem die Umbrer, die Senonen, die Samniten, die Sabiner und die Etrusker angehörten, geriet das Gebiet des Parks, wie alle Städte Umbriens für lange Zeit unter römische Herrschaft. Die antike Strasse Via Consolare Flaminia, die Rom und Rimini verbindet und 223 v.C. auf Veranlassung des Zensors Caius Flaminius gebaut wurde, spielte damals eine fundamentale Rolle für die Bevölkerung des Gebietes. Die Gegend um Costacciaro war wahrscheinlich – auch wenn es diesbezüglich keine Zeugnisse gibt – beliebt als Rastplatz an der Strasse Via Consolare, da dort viele kleine Ortschaften und Festungen gibt.
umbria_natur_parks_16 Besonders interessant ist das Gebiet von Fossato di Vico, wo nach gesicherten Erkenntnissen das heutige Dorf Fossato mit dem römischen ''helvium'', ''vicus'' (Dorf) und ''mansio'' (Rast- und Versorgungsstelle) zu identifizieren ist, das an der Via Flaminia liegt (auf dem Weg der Malteserritter erscheint es sogar als einziges ''mansio'' zwischen Fano und Roma). Unlängst wurde in der Nähe von Fossato di Vico, das noch heute ein strategischer Punkt für die Zubringerstrasse ist, durch die sorgfältige Forschung leidenschaftlicher Gelehrter der Verlauf des ''diverticulum ab helvillo - Anconam'' gefunden, eine Umleitung, die von der Via Consolare Flaminia abging, und zwar genau bei der römischen Brücke von S. Giovanni, und nach Ancona führte (der einzige, der mit Namen vom Itinerarium Antonini aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. überliefert ist). ''Ad Ensem'' auf der römischen Strassenkarte Tabula Peuntingeriana war eine antike Rast- und Versorgungsstelle an der Via Flaminia. Ende des letzten Jahrhunderts stellte Borman die Hypothese auf, dass die ''Suillates'', von Plinius dem Älteren in seiner ''Naturalis Historia'' unter den umbrischen Völkern aufgelistet, einen ethymologischen Zusammenhang mit dem heutigen Sigillo, Städtchen in Umbrien, haben könnte, eine Hypothese, die unlängst vom inzwischen verstorbenen Sigismondi aufgegriffen wurde.

Zeit der Stadtstaaten
umbria_natur_parks_17 In der Zeit der italienischen Stadtstaaten musste das gesamte Gebiet die Vorherrschaft der Komune von Gubbio ertragen, die vom Deutschen Reich unterstützt wurde, und die der Komune von Perugia. Der Kaiser Friedrich I. erkannte mit dem Diploma von 1163 das Recht der Konsuln an, die Justiz im Gebiet von Scheggia zu verwalten, und 1191 Heinrich IV., sowie Otto IV. im Jahre 1211 bestätigten die Schenkungen, die Friedrich I. Gubbio gemacht hatte.
Trotzdem blieb die Burg von Scheggia, die im 11. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde, nicht lange unter dem Einfluss der Komune von Gubbio: am Anfang des 14. Jahrhunderts war sie als Ergebnis der Bulle von Bonifaz VIII. schon frei, der renommierten Abtei von Fonte Avellana anzugehören.
Der Bürgerkrieg und der Hunger, die Gubbio 1384 heimsuchten, begünstigten den Wechsel Scheggias vom Feudalstaat zum Stadtstaat. 1240 erwarb Gubbio, noch stark und freie Komune, die Burg von Costacciaro, die damit der Komune von Gubbio unterstand. Costacciaro wurde jedoch von Gubbio eine große Autonomie in der Verwaltung zugestanden und die freie Nominierung des Bürgermeisters. In Costacciaro wurden von der Komune Gubbio unter Berücksichtigung seiner natürlichen Verteidigungsfähigkeit die Stadtmauer errichtet, die mit sieben Türmen verstärkt wurde, und in der gesamten Siedlung wichtige Erweiterungsbauten durchgeführt. Fossato und Sigillo erfuhren hingegen die Herrschaft der Komune von Perugia. Die Unterwerfung Fossatos von Seiten der Komune von Perugia geht auf das Jahr 1208 zurück und wurde vom Geschlecht der Bulgarello unterstützt, denen es sogar gelang, der dominierenden Komune Bedingungen zu stellen. 1274 wurde auch das Gebiet von Sigillo von Perugia unterworfen, welches eine Festung errichten ließ, wohin es seinen eigenen Burgherrn sandte. Die Herrschaft der Komune von Perugia in Fossato und Sigillo, dauerte trotz der Tatsache, dass sie nicht gern hingenommen wurde, fast ununterbrochen bis zum 17. Jahrhundert.

Zeit des Geschlechts der Montefeltro
umbria_natur_parks_18 1392 festigten die Montefeltro, denen sich die Komune von Gubbio spontan angeschlossen hatte, ihre Herrschaft bis Costacciaro und der Fluss Scirca bildete die Grenze ihres Landbesitzes. Der Graf von Urbino, der von der Stärke der Einwohner von Costacciaros schwer beeindruckt war, da sie hart darum gekämpft hatten, nicht unterworfen zu werden, zeigte ihnen gegenüber eine bemerkenswerte Großzügigkeit und beschützte sie, indem er in Costacciaro eine mächtige Festung bauen ließ, den Rivellino, der mehrere Jahrhunderte lang als Verteidigungsbarriere für das ganze Gebiet diente.
Als Fossato, Sigillo und Scheggia 1500 geplündert wurden und die Verheerungen der Truppen von Cesare Borgia erleiden mussten, wurde Costacciaro verschont, vielleicht dank seiner mächtigen Festung. Während der milden und weisen Regierung der Grafen von Urbino, erfuhr auch die Komune von Scheggia eine beträchtliche Entwicklung und innerhalb kurzer Zeit erreichte sie die Autonomie, die nur in einer der gemäßigteren Signorie Italiens möglich war.

Napoleonische Zeitalter bis zum Königreich Italien
umbria_natur_parks_19 Während der ersten 15 Jahre des 19. Jahrhunderts stand das Gelände des Parks unter der Herrschaft Napoleon Bonapartes, welcher 1804 die Französische Republik in ein Kaiserreich umwandelte: in dieser Zeit wurde in Osteria del Gatto, heute ein Ortsteil von Fossato, die Grenze gezogen zwischen dem italienischen Territorium und dem Französischen Kaiserreich. Als das napoleonische Reich 1815 unterging, kämpfte das Gebiet des Parks, das während der Restauration wieder der Kirche zugefallen war, bei den Aufständen 1831 und 1848/49 heftig um die Rückkehr zur ''Römischen Republik''.
Trotz allem konnte der Mut der Aufständischen nichts ausrichten gegen die Österreicher, die dem Kirchenstaat zu Hilfe geeilt waren.
1860 entzog sich das Gebiet der päpstlichen Herrschaft, als Umbrien nach der Gründung des Königreichs Italien unter dessen Herrschaft fiel (nach einer Volksabstimmung, bei der am 1. November 97 000 Umbrier für die Angliederung an das Königreich Italien stimmten und nur 360 dafür, unter päpstlicher Herrschaft zu verbleiben).
Der Parco del Monte Cucco umfasst ein Gebiet, das parallel zur nordöstlichen Grenze zwischen Umbrien und den Marken liegt. Dieses Gebiet, das in den Gemeindegebieten von Costacciaro, Sigillo, Fossato di Vico und Scheggia Pascelupo liegt, und damit in der Provinz von Perugia in Umbrien, ist ca. 10,5 ha groß und grenzt im Norden an die Provinz von Pesaro, im Westen an die Provinz von Ancona und im Süden an die von Macerata. Der Monte Cucco und sein Territorium beeindrucken durch die Vielseitigkeit der natürlichen Umgebung, die sich außergewöhnlich gut erhalten präsentiert, wie es selten ist in anderne Gebieten der Apenninen.
Dank der speziellen geomorphologischen Beschaffenheit, bei der die Erhebung des großen Kalkkegels des Monte Cucco besonders ins Auge springt, das Zentrum des Parks, wird dem Besucher eine außerordentliche Vielseitigkeit an fast unberührten natürlichen Landschaften geboten. Hier finden wir viele Naturphänomene, sowohl geologische als auch aus dem Tier- und Pflanzenreich, die das Gebiet einmalig in seiner Art macht.
Das ausgedehnte Wegenetz, das ständig gewartet und erweitert wird, die nicht allzu steilen Anhöhen, das nicht zu widrige Klima, der Schutz der Berghänge, die Fahrstrassen, die bis in die Höhen führen, die Unterbringungseinrichtungen in den Bergen, all dies sind Elemente, die jeden Ausflug zu einem ruhigen, sicheren, angenehmen und lehrreichen Erlebnis werden läßt. umbria_natur_parks_20
Die Ausdehnung des Naturschutzgebietes Monte Cucco und seine typische Struktur unterstreichen die morphologischen Unterschiede derLandschaft, in der sich Felswände mit Hängen abwechseln, die belebt werden durch die zahlreichen Einschnitte der Flussbetten, Wälder mit Wiesen, bis zu den Talböden. Es passiert tatsächliche sehr häufig, dass man von einer äußerst intensiv bewirtschafteten und zivilisierten Gegend auf dem Talgrund zu einer wilden, typisch apenninischen Landschaft kommt, die in den Zonen hinter den Sibillinen ihre maximalen Höhen erreichen mit dem Monte Catria (1707 m) und dem Monte Cucco (1566 m). Die Erhebung der tiefen Kalkschichten bis in höchste Lagen und ihr starker Bruch, der diesen Teil der Apenninen bis in unmeßbare Tiefen betrifft, ist die direkte Auswirkung des Aufeinandertreffens von zwei Kontinentalplatten (der afrikanischen und der eurasischen), was hier mehr als anderswo die Erdkruste aufgerissen hat.Das Gebiet des Parco del Monte Cucco weist eine Reihe eindrucksvoller Verwerfungen auf, die in der Regel in Nord-Süd-Richtung oder NNW-SSO-Richtung ausgerichtet sind und auf dem Osthang des Monte Cucco-Massifs ausgebreitet sind, dem Gebiet, das am stärksten von tektonischen Störungen betroffen ist.  In dieser Zone bewirken die Verwerfungen, die fast immer mehrere hundert Meter lang sind, dass die Landschaft rau und schroff erscheint, geradezu alpin, wobei die eindrucksvollen, aus Meeressediment stammenden Kalkschichten freigelegt liegen, die an den apenninischen Erhebungen die typische Folge der umbrisch-markischen Reihe aufweisen. Die älteste Sedimentschicht, die an den apenninischen Erhebungen auftritt, ist der dichte Kalk, der aus dem Unteren Lias stammt und eine spezielle mineralogische Zusammensetzung aufweist (äußerst reiner Kalkstein), wobei sein Bruchgrad und die hohe Porosität das Eindringen von Niederschlagswasser förderten und die daraus resultierende Bildung eines unterirdischen Drainagesystems. Nach dem dichten Kalk hat sich im Mittleren Lias Karneol abgelagert, wobei auch dieser ziemlich gebrochen und rein ist, so dass er Gegenstand karstiger Manifestationen wurde, wenn auch nicht so vollständig wie bei der Bildung des dichten Kalks.
Dann finden sich in der darüberliegenden Schicht die völlig wasserundurchlässigen Ablagerungen von Rosso Ammonitico und Kiesel in einer beträchtlichen Dicke. Weiter oben befindet sich die Bildung von Maiolica, der aus Kalkstein besteht, einen hohen Reinheitsgrad sowie guten Bruch aufweist und von Schichten härtesten Kiesels durchzogen ist. Am Westhang des Monte Cucco findet man anstelle des Rosso Ammonitico, des Kiesels und des Karneols eine dünne Mergel-Schicht mit Dolomit, genannt Grigio Ammonitico. Oberhalb des Maiolica sind Mergel- und Fucoideablagerungen, die außerordentlich wasserundurchlässig sind. Oberhalb diesen finden wir Ablagerungen von Scaglia Bianca, Rosata und Rossa, die von ziemlich unreinen Kalkschichten durchzogen sind, welche wiederum von Scaglia Cinerea überlagert sind.
Das paläontologische Material des Monte Cucco-Gebietes ist in den Kalksedimentgesteinen, Kalksteinen und Mergel enthalten, die aus dem Jura und der Kreidezeit stammen (vor 200 bis 120 Millionen Jahren). Die interessantesten, Fossilien enthaltenden Horizonte werden von dichtem Kalkstein gebildet, vom Rosso Ammonitico (Lias, vor 194 bis 180 Millionen Jahren), vom Grigio Ammonitico (Malm, vor 155 bis 145 Millionen Jahren) und seltener vom Maiolica-Kalkstein. In diesen Schichten sind vor allem Ammoniten enthalten, die Leitfossilien des Jura, Belemniten, Armfüßer, Muscheln, Schnecken und Kopffüßer. Die Ammoniten stellen die größte Gruppe an paläontologischen Fundstücken im Parkareal dar. Einige Exemplare, die in der Nähe des Gipfel des Monte Cucco in den Grigio Ammonitico-Felsen gefunden wurden, haben sogar 1 Meter Durchmesser. Eindrucksvolle Schuttkegel (Ansammlungen von Material, das von Wasserläufen transportiert und geschliffen wurde) sind dagegen im Talgrund an den Mündungen der Hauptflußeinschnitte gelegen, die auf besondere Weise von Ost nach West des Monte Cucco-Massifs verlaufen mit der Längsachse quer zur Verlängerung des Reliefs. Das Vorhandensein dieser Schuttkegel bezeugt, dass die Aktivität des Wassers in der Vergangenheit wesentlich intensiver war.
Monte Cucco ist auch und vor allem der Park der Höhlen. Es gibt Hunderte davon, in allen Formen und Größen, lange und extralange, tiefe und ultratiefe, alle von größtem geologischen, geomorphologischen, speleogenetischen, hydrologischen, faunistischen, paläontologischen, paläoethnologischen und historischen Interesse. Ihre Entstehung liegt einige hunderttausend Jahre zurück, als die intensive und tiefe Tektonisierung (verschiedene Brüche) sowohl das Eindringen von Niederschlagswasser bis in größte Tiefen, als auch in bestimmten Perioden unterirdischen Drucks das Aufsteigen von warmem, an Mineralien reichem und stark korrosivem Thermalwasser. Diese doppelte Aktion, die nicht immer gleichzeitig erfolgte, hatte die außergewöhnliche Modellierung und uswaschung der Kalkschichten sowohl an der Oberfläche als auch in der Tiefe zur Folge, was eine in ihrer Art einmalige geologische Situation geschaffen hat, die spektakulär anzusehen ist und äußerst lehrreich und förderlich für das Verständnis der Entstehung der apenninischen Gebiete.
Die Ableitung des Niederschlagswassers über das veschlungene unterirdische Netz der Höhlen und Brunnen, die sich im Kalkstein gebildet haben,  führten zur Bildung richtiger unterirdischer Wasserbecken (die mit denen an der Oberfläche nichts gemein haben), die an den tiefsten Felswänden in großen unterirdischen Sammelbecken enden, deren oberirdischer Abfluss Ursprung vieler Quellen am Fuß der östlichen und westlichen Flanke des Monte Cucco ist. Die wichtigsten und die größte durchschnittliche Wassermenge schüttenden sind die Quellen Scirca, Acqua Fredda, S.Pietro, Forra di Rio Freddo, Rio delle Prigioni, Trocchi di S. Girolamo, Fonturce, il Bottino, le Lecce, Val di Lago, Molino delle Ogne, Acqua Ferrata, Gole del Corno.
Das Gebiet des Parco del Monte Cucco stellt eine sehr wichtige Ressource dar, auch vom Gesichtspunkt der Oberflächenhydrographie aus, da in diesem Gebiet drei der wichtigsten Flüsse Mittelitaliens ihren Ursprung haben: der Chiascio, der Sentino und der Burano - Metauro.
umbria_natur_parks_hotel Das hydrographische Netz dieser Zonen wird vor allem durch Wasserläufe vom Sturzbachtyp gebildet, außer den Flüssen Sentino, der Rio Freddo und der Rio delle Prigioni.
Der wichtigste Wasserlauf, der im Gebiet des Parks entspringt, ist der Sentino. Ssein Lauf schneidet tief in die Apenninekette ein und trennt den Monte Catria vom Monte Cucco-Gebirgsstock, um dann in die Täler der Marken zu münden. Der Rio Freddo und der Rio delle Prigioni dagegen sind die beiden wichtigsten immer Wasser führenden Flüsse der umbrisch-markischen Apenninen. Ersterer, der landschaftlich sehr attraktiv ist, fließt in einiger Höhe längs durch das Monte Cucco-Massif, wobei er von Val di Ranco bis Perticano geht, und zeichnet so den gesamten Osthang des Massifs mit zum Teil tiefen Schluchten.
Lehrveranstaltungen
Im Gebiet des Parco del Monte Cucco gibt es drei Besucherzentren, wo u.a. Lehrtätigkeiten angeboten werden.

Centro di esperienza ambientale "Contaverno" - AULA VERDE DI FOSSATO DI VICO - Centro di Esperienza Ambientale Contaverno – Via Filippo Venturi 14 – Loc. Borgo – 06022 FOSSATO DI VICO – Phone 075/9149287 – fax. 075/9149049; e-mail: vallealceto@libero.it. Das Angebot, das das Zentrum für Umwelterlebnisse Contaverno macht unter dem Titel "OGNI COSA A SUO TEMPO" (Jede Sache zu ihrer Zeit), teilt sich in verschiedene Einheiten auf, die entweder einzeln oder im Rahmen eines mehrjährigen Lehrgangs besucht werden können: MEIN SEIN: Die persönliche Zeit : Die Rhythmen : Der Alltag : Der Wert der Gegenwart. DEIN TUN: Die Zeit der Kreativität: Darstellung und Messung der Zeit. SEIN/IHR WISSEN: Die Zeit des Wechsels: das Wissen, die Erfahrungen und die Erinnerungen derjenigen, die länger als wir leben. UNSERE REISEN: Die Zeit der Entdeckungen: die Erforschung der Orte der Erde und des Himmels durch Riten und Feiern. EUER VERSTEHEN: Die Zeit der wirklichen Beziehungen: sich abzeichnen, um wieder in Harmonie in der Zeit zu sein. IHR WIEDERVERWENDEN: Die Zeit der Dinge: Lebensstil und die Spuren, die wir in der Umwelt hinterlassen.
Jede Einheit kann in drei Unterrichtseinheiten in der Schule absolviert werden, aber auch als Seminaraufenthalt von drei Tagen im Zentrum. Dieses bietet auch Sommer- und Wintercamps an. Die Camps stellen ein touristisch-erzieherisches Projekt dar, das auf Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 ausgerichtet ist und mehrere Tage dauern (7, bzw. 14 Tage). Das allgemeine Ziel ist es, die Fähigkeit der Teilnehmer zu fördern, sich ein lebenswertes Leben zu gestalten.
Der Sitz des Centro di esperienza ambientale “Contaverno” ist in einem historischen Palazzo, der 1998 restauriert wurde und im Besitz der Provinz von Perugia ist – in Borgo di Fossato di Vico, welches im historischen Rahmen der Komune von Fossato di Vico liegt und von besonderem umweltorientiertem Interesse ist. Er ist ausgestattet mit einem Konferenzsaal, einem Versammlungs- und Projektionssaal, einer Diathek, einer Bibliothek, Labors zu Unterrichtszwecken, einer Bar und einem Restaurant. Außerdem stehen 50 Betten zur Verfügung. Alles ist behindertengerecht gestaltet. Eigener Parkplatz.
Das Zentrum arbeitet in Zusammenarbeit mit der Universität von Perugia, dem CEDRAV und dem Umweltministerium an einem Forschungsprogramm, dessen Gegenstand die Bergökosysteme sind mit besonderem Schwerpunkt auf der Flora und der Fauna, sowie der Nutzung der natürlichen Resourcen durch den Menschen.

Centro "Volo Libero" - Università del Volo Libero Via Flaminia 32 Villa Scirca 06028 – SIGILLO – Tel. und Fax: 075/9170761
Die Lehr- und Freizeitaktivitäten, die von der Università del Volo Libero (Universität für Luftsportarten) angeboten werden, sind folgende: - Geführte Besichtigungstouren in Kunststädte – Ausflüge in den Parco del Monte Cucco - Canyoning – Flug mit Tandemdrachen – Geführte Besichtigung der Tropfsteinhöhlen Grotte di Frasassi – Unterhaltungsabende für die Gäste. Der Sitz der Università del Volo Libero befindet sich am Fuß des Monte Cucco.
Das Gebäude ist völlig renoviert worden und verfügt über einen Konferenzsaal, einen Saal mit Bar, ein Restaurant, eine Küche, einen großen eigenen Parkplatz, eine große Garage für Motorräder, Drachen und Mountain Bikes. Außerdem stehen 13 Zimmer mit 44 Betten zur Verfügung.
Das Centro di Volo Libero ist vertraglich mit einem gut ausgerüsteten Fitnessstudio verbunden.

Borgo Didattico C. E. N. S. - Centro di Costacciaro - Borgo Didattico di Costacciaro Centro Escursionistico Naturalistico Speleologico Via Galeazzi 5 06021 COSTACCIARO Tel. und Fax. 075/9170400 – 9170601 e-mail: mail@cens.it :: Web: http://www.cens.it
Die Angebote des Borgo Didattico di Costacciaro, die den Titel "PROGETTO MONTE CUCCO" (Projekt Monte Cucco) tragen, sind Zusatzkurse in Umwelterziehung für Elementar- und Mittelschulen und bestehen aus 2 Kursen: - Jahreskurs ''Die Entdeckung der Naturphänomene: Wahrnehmungen und Kenntnisse'', zwei Einführungsstunden am Anfang des 3/5-Tages-Studienaufenthalt im Borgo Didattico. Drei-Jahreskurs ''Der Mensch und die Naturphänomene: Geschichte der Errungenschaften von Wissenschaft und Technik'' Erstes Jahr: zwei Einführungsstunden am Anfang des 3/5-Tages-Studienaufenthalts im Borgo Didattico. Zweites Jahr: eine Einführungsstunde vor dem 3/5-Tages-Studienaufenthalt im Borgo Didattico. Drittes Jahr: eine Einführungsstunde am Anfang des 3/5-Tages-Studienaufenthalts im Borgo Didattico.
Die Aktivitäten finden im Borgo Didattico di Costacciaro statt, das in einem Kloster des 13. Jahrhunderts untergebracht ist, welches vollständig restauriert wurde unter besonderer Berücksichtigung der Kriterien der Funktionalität, Bequemlichkeit und Sicherheit.
Es verfügt über einen Unterrichtsraum, in dem naturwissenschaftliche Computerprogramme genutzt werden können, eine Videothek, eine Bibliothek und Ausrüstungen für naturwissenschaftliche Experimente. Es stehen 55 Betten zur Verfügung, 13 Duschen, 9 Bäder, eine Waschküche, Wohnzimmer und es gibt einen schönen Kreuzgang.

Sportliche Aktivitäten
Drachenfliegen - Die orografischen Eigenschaften des Oberen Chiascio-Tals und der Erhebungen des Monte Cucco-Gebirgsstocks, wie auch das Fehlen ernsthafter Hindernisse für die sich abwechselnden atlantischen und balkanischen Ströme machen das Gebiet des Parks zu einer Zone, die sehr geeignet ist für die Ausübung von Luftsportarten, besonders des Drachenfliegens. Die begünstigenden orografischen und meteorologischen Bedingungen machen das Starten und Landen einfach und damit den Monte Cucco zu einem idealen Trainingsareal für Anfänger und Profis. Pian di Monte und Sella del Culumeo (Val di Ranco) gehören zu den seltenen Orten, wo man während eines Flugs starten und landen kann. Val di Ranco, Pian di Monte, La Pianaccia sind die üblichen Startpunkte, wo man sich bei allen Windverhältnissen in die Lüfte erheben kann. Der Monte Cucco ist einer der wenigen Orte, wo nationale und internationale Luftsport-Wettbewerbe auf höchstem technischen Niveau durchgeführt werden. Sigillo ist die einzige Gemeinde in Italien, die sieben von 21 Open-Meisterschaften im Drachenfliegen veranstaltet hat. Hier findet auch regelmäßig der internationale Wettkampf '' Il Trofeo Monte Cucco '' statt, an dem eine Vielzahl an Nationalmannschaften teilnimmt, außerdem die WELTMEISTERSCHAFTEN IM DRACHENFLIEGEN (erstmalig 1999). Im Tal gibt es Vereine, die das Drachenfliegen lehren, und sie beschäftigen gut ausgebildete Instruktoren, die Kurse, auch Wochenendkurse organisieren. Drachen- und Gleitschirmfliegen wird vom Centro Volo Libero "Monte Cucco" koordiniert und gefördert, das seinen Sitz in der Università del Volo Libero in der Villa Scirca hat.

Speläologie - Eine ganz besondere Sportart ist die Speläologie, die nicht nur Sport, sondern vor allem geografische und multidisziplinäre Forschung ist. Angesichts des breiten Spektrums an Informationen, die bei der naturwissenschaftlichen Forschung in der riesigen unterirdischen Welt des Monte Cucco zu Tage kommen in den Bereichen Geologie, Karsterscheinungen, Hydrologie, Mineralogie, Paläontologie, Fauna, Flora, Meteorologie, Chemie und Humanbiologie gründete das Centro Nazionale di Speleologia di Costacciaro die Schule Scuola Nazionale di Speleologia. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die speläologischen Aktivitäten des Borgo Didattico di Costacciaro, wo momentan die meisten technischen und wissenschaftlichen Speläologie-Kurse stattfinden, sowie Weiterbildungskurse für Speläologieführer.

Canyoning - In vornehmlich sportlichem Bereich wird ein sehr in Mode gekommener Abkömmling der Speläologie betrieben: das Canyoning, das ist das Begehen einer Schlucht von oben nach unten, wobei Techniken aus verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen, wie Höhlenwandern, Alpinismus und Tauchen (diese Disziplin entstand gerade hier am Monte Cucco, wo in den 50-er und 60-er Jahren in der Forra di Rio und der Orrido del Balzo dell’Aquila die ersten Abstiege begangen wurden). Besonders im Sommer kommen Hunderte von Wanderern, die sich der Herausforderung stellen, die Schluchten im Park hinunterzugehen, vor allem die Forra di Rio Freddo (die mehr als 3 km lang ist und einen Höhenunterschied von 350 m hat), die ein richtiges Paradies für die Liebhaber dieser jungen Disziplin des Alpinismus darstellt. Der Abstieg wird sehr erleichtert und ist ziemlich sicher durch eine Reihe von Verankerungen für die Seile, die oberhalb jedes Wasserfalls oder jeder Stromschnelle angebracht sind. Diese Verankerungen werden ständig kontrolliert und gewartet.

Ausflüge zu Pferd - Verschiedene Oragnisationen im Tal Valle del Chiascio fördern und organisieren Ausflüge zu Pferd. Diese vergnügliche und sichere Aktivität wird auf Wegen, Saumpfaden, Karrenwegen und unbefestigten Strassen durchgeführt, die den Park auf mehr als 2000 km Länge durchziehen und in der Regel einen guten, kompakten Untergrund aufweisen und wenige Unebenheiten. Auf dem Monte Cucco und in den umliegenden Tälern können Ausflüge unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade auf dem Mountainbike gemacht werden. Ein ausführlicher, leicht zu konsultierender Führer (Umbria in Montain Bike von Francesco Salvatori, herausgegeben vom Centro di Costacciaro) beschreibt ins kleinste Detail die Hauptrouten des Gebietes.

Sportfischen - Sportfischen kann entlang des Flusses Sentino und des Wildbachs Rio Freddo praktiziert werden.

Langlauf - Auf Grund des Klimas, das oft von kalten Strömungen vom Balkan bestimmt wird, ist das Gebiet des Parks häufig von intensiven Schneefällen betroffen, die auch in niedrigen für viele Tage eine dicke Schicht hinterlassen. Dadurch sind einige Zonen der Bergebenen besonders geeignet für den Skilanglauf, sowohl als Leistungssport als auch als Skiwandern. Pian delle Macinare (1135 m hoch gelegen), ein wenig oberhalb von Costacciaro, ist eines der bekanntesten und geeignetsten Gebiete für die Ausübung dieses Sports.
Naturwissenschaftliche Routen – Geologisch interessante Ausflüge
Die Großartigkeit der Naturphänomene des Gebietes des Parco del Monte Cucco involviert den Besucher auf vielerlei Weise. Die Vielzahl an Naturattraktionen, die es in diesem Teil des Gebietes gibt, läßt es angebracht erscheinen, spezielle geologisch-naturwissenschaftliche Phänomene näher zu betrachten, um dann zur Beschreibung der Ausflugsrouten selbst zu kommen. Die Großartigkeit bestimmter geologischer Phänomene zeigt sich in erster Linie in der Forra di Rio Freddo, die als tiefer Einschnitt den größten Teil der Ostgrenze des Parks markiert. Es handelt sich um eine eindrucksvolle Schlucht, die in den letzten Millionen Jahren vom Wildbach Rio Freddo in den dichten Kalkstein aus dem Lias gegraben wurde und die sowohl mit ihren schwindelnden Abstürzen und dunklen Felsspalten beeindruckt, als auch mit der abenteuerlichen Atmosphäre, die man beim Abstieg durch die Wasserfälle und beim Überwinden der Stromschnellen und Seen empfindet, die sich zwischen steilen und unbezwingbaren Felswänden im ewigen Halbschatten stauen, da die Sonnenstrahlen dort nie hin gelangen. Der Forra di Rio Freddo sehr ähnlich ist der Orrido del Balzo dell'Aquila, ein tiefer Einschnitt im Lias-Kalkstein des Monte Catria, aber der Abstieg erfordert sehr gute technische Kenntnisse und ist auf Grund der Unvorhersehbarkeit der Wasserverhältnisse nicht zu empfehlen. Das schließt jedoch nicht aus, dass der Orrido auch von außen gesehen eines der eindrucksvollsten Spektakel auf dem Gebiet des Parks ist und der beste Aussichtspunkt, der leicht auch mit dem Auto erreichbar ist, da die Strasse von Fonte Avellana zum Gipfel des Monte Catria (Strada delle Scalette), die in engen Serpentinen ansteigt, direkt daran vorbeiführt.
Eine weitere Schlucht, die besondere Aufmerksamkeit verdient, ist der Orrido del Ponte a Botte im Gebiet von Scheggia, der vom Wildbach Sera in die bunten Schichten des Scaglia Rossa gegraben wurde, und dessen Besuch keinerlei technische Kunstgriffe erfordert. Auch Valle delle Prigioni ist eine tief eingeschnittene Schlucht, deren Bewältigung keine technischen Kenntnisse erfordert, so dass jeder das imponierende Szenarium genießen kann, das vom Wildbach in den Kalkstein graviert wurde, ein Schauspiel, das seinen Höhepunkt hat, wenn der Wasserlauf und der Weg die Felsen der Scarpa del Diavolo überqueren. Le Lecce, eine beeindruckende Felswand am Westhang des Parco wenig oberhalb des Dorfes Sigillo, die Abstürze der Schlucht Fossa Secca oberhalb Costacciaro, die östlichen Felswände des Monte Cucco, die Muraglia delle Liscarelle, der Corno del Catria oberhalb Isola Fossara, sind nur einige Beispiele für die Auswirkungen den intensiven Bruch der Kalkschichten. Aber der Parco del Cucco ist auch der Park der Quellen und auf jedem Ausflug kommt man an mindestens einer vorbei. Die wichtigste ist sicherlich die Quelle Scirca, die das Wasser wieder an die Oberfläche bringt, das in der Höhle Grotta di Monte Cucco zusammengelaufen ist (sie ist die am wenigsten besuchte, da der Zugang der Öffentlichkeit untersagt ist: hier hat der Acquädukt von Costacciaro, Sigillo und Perugia seinen Ursprung). Die schönste jedoch ist die Risorgente delle Lecce, die fächerförmig aus einem horizontalen Riss im Felsen kommt, dem Sturo della Piscia, der das Wasser mehr als 20 Meter weit spritzt und den Travertin-Felsen porös und bröckelig macht, und die „zu volle“ Quelle, die Buca di Mazzapane genannt wird und nur nach intensiven Niederschlägen schüttet.
Eine Extra-Erwähnung verdient die Quelle Sorgente di S. Pietro nordöstliche von Val di Ranco, die zwischen dem gebrochenen und wasserdurchlässigen Maiolica-Kalk und der darunterliegenden kompakten und wasserundurchlässigen Kiesel-Schicht herauskommt. Monte Cucco ist auch und vor allem der Park der Höhlen. Die bedeutendste Karsterscheinung ist sicher die Höhle Grotta di Monte Cucco, ein weitverzweigtes unterirdisches Höhlensystem, das sich mehr als 30 km ausbreitet, wobei es eine maximale Tiefe von 923 Metern erreicht. Für lange Zeit war es das größte und tiefste Karstsystem Italiens und eines der größten überhaupt bekannten. Momentan sind drei Eingänge bekannt, die alle auf der Nordost-Flanke des Monte Cucco liegen: der Haupteingang in 1390 m Höhe, der Pozzo del Nibbio in 1509 m Höhe (der praktisch auf den Gipfel des Monte Cucco geht), und der Eingang am Pian delle Macinare in 1395 m Höhe, der heute durch eine kleine Geröllaufschüttung versperrt ist. Der Haupteingang führt nach einem Brunnen von 27 m Tiefe zu einer Reihe von riesigen Räumen, die dicht hintereinander liegen: Die Cattedrale, Die Sala Margherita, der Giardino di Pietra (Steingarten), der Sala del Becco (Schnabelsaal), der Sala delle Fontane (Saal der Brunnen), der Sala Simonetti, die Condotte Terminali, der Sala Terminale (der auch vom Eingang am Pian delle Macinare zugänglich ist). Dies ist die spektakulärste Zone mit ihren unglaublichen und eindrucksvollen Stalaktiten und Stalagmiten, wo hunderttausende von Jahren lang jeder Tropfen Kristalle abgelagert und schneeweiße Skulpturen gebildet hat. Ein Ausflug zu diesen Orten hinterlässt einen tiefen Eindruck: es ist, als ob man in einem dunklen Schrein wäre zusammen mit mineralogischen und lithogenetischen Juwelen, versuchend mit den Augen das Dunktel zu durchdringen, um Abertausende von Formen an den hoch aufragenden Wänden zu erkennen, die sich in den kaum erleuchteten, unendlich hohen Gewölben verlieren. Wenn man nach unten schaut, tauchen zwischen den Kanälen und den Stalagmitensäulen kleine smaragdfarbene Seen auf, auf deren Oberfläche die Tropfen zitternde Kreise malen.
Und wenn man in die Stille lauscht, macht das unaufhörliche Fließen der Myriaden von Tropfen das Abfließen des Regenwassers hinunter zu der Quelle Sorgente Scirca hör- und vorstellbar. Die Höhle von Monte Cucco ist jedoch mit dieser Reihe von Sälen nicht zu Ende, diese sind sogar nur die „Vorhalle“ des Höhlensystems. Vom Sala Margherita gehen nämlich zahllose Tunnel und Schächte ab, die wiederum in weitere jeder Größe führen. Einer dieser Gänge ist absteigend, die Galleria delle Ossa, die eine der schönsten der Höhle ist, unwahrscheinlich weiß und vollständig erhalten, die in einem großen Saal endet mit einem mit Geröll bedeckten Boden: die Außenwelt ist nah und auch hier hat ein Erdrutsch einen Eingang verschüttet. Aber die Außergewöhnlichkeit des Ortes liegt vor allem darin, dass die gesamte Galleria und der Endsaal voller Knochen von Urtieren sind. Hier sind wiederholt Knochenreste von Nashörnern, Bären, Steinböcken, Mardern, Hirschen, Hornträgern gefunden worden, alles Tiere, die in einer Zeit lebten, als das Klima in dieser Zone wesentlich kälter war als heute, während der letzten Eiszeit vor ca. 20 000 Jahren also. Ebenfalls von der Sala Marg Parks, das momentan nicht zugänglich ist für Besucher, die unterirdische Grube Cave Sotterranee di Valdorbia (Scheggia), ein Dutzende von Kilometern langes Netz von großen Tunnels, die auf der linken und rechten Seite des Sentino gegraben wurden, um Zementmergel und lithografischen Stein abzubauen. 
Es ist eine unterirdische Welt, die einmalig in ihrer Art ist und wo das Studium und die Beobachtung eines wichtigen Fundes der Industriearchäologie sich mit dem landschaftsgeologischen Interesse überlappen. 
Das Klima im umbrisch-markischen Apennin kann als „temperiert subkontinental“ (balkanischen Ursprungs) bezeichnet werden, das in ewigem Wettstreit mit dem „temperierten küstennahen“ (mediterranen Ursprungs) liegt. Die jährliche Durchschnittstemperatur schwankt zwischen 11° C im Tal und 5° C auf den höchsten Gipfeln (1550 m). Die Temperaturen sind am niedrigsten mit Werten um 3° C im Januar und Februar und die Maximalwerte, die 20° C überschreiten, werden im Juli und August erreicht.
Die Niederschlagsmenge variiert zwischen jährlich 1100 mm im Valle del Chiascio und 2500 mm auf den Hochebenen in den Bergen oberhalb von 1000 m, wo die meisten Niederschläge in ganz Mittelitalien fallen. Schneefälle gibt es öfters im Januar und Februar (aber nicht selten schneit es auch Ende November und im Dezember).
An der meteorologischen Station von Scirca am Fuß der Westflanke des Monte Cucco in 560 m Höhe wurde ein Jahresmittel von 51,7 cm Schneehöhe gemessen, wobei der Schnee in der Regel liegenbleibt. Das Windverhalten (im 30-Jahres-Rhythmus gemessen) zeigt, dass Winde aus Nordost (Tramontana) vorherrschen und in zweiter Linie Südwestwinde. Erstere wehen ca. 90 Tage/Jahr, die Südwestwinde ca. 70 Tage/Jahr.
Es ist darauf zu achten, dass man sich in großer Höhe nicht vom Nord/Nordost-Wind Bora überraschen läßt: er erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h.
Seit tausend Jahren ist der oberumbrische Apennin mit dem Monte Catria und dem Monte Cucco ein Land, das von Einsiedlern bevorzugt wird. Man braucht nur an die Heiligen Romualdo, Pier Damiani, Domenico Loricato und an die Seligen Forte de Gabrielli, Tommaso da Costacciaro, Paolo Giustiniani und viele andere denken, die hier für kürzere oder längere Zeit ein Leben in Einsamkeit führten. Santa Croce di Fonteavellana, Santa Maria di Sitria, Sant'Emiliano di Congiuntoli und San Girolamo di Pascelupo sind Orte, die bis heute die christliche Berufung bezeugen, die zwar außergewöhnlich und selten geworden ist, aber ewig kostbar ist und unerlässlich für die spirituelle Gesundheit des Mystischen Körpers Christi, also der Kirche.
umbria_natur_parks_22 Die Einsiedelei von San Girolamo liegt im östlichen Teil des Monte Cucco-Gebirgsstocks (1566 m), genauer auf dem Osthang des Monte Le Gronde (1373 m). Sie befindet sich in der Gemeinde von Scheggia, ca. zwei Kilometer von Pascelupo in 661 Meter ü.M. Die Klause liegt innerhalb eines Kalksteinamphitheaters auf einem beängstigend, 100 Meter hohen Überhang mit Höhlen in der Steilwand. Die Gebäude stehen auf einem Ausläufer, der das Tal des Rio Freddo überragt, welcher hier die Grenze zwischen Umbrien und den Marken markiert. Die gewagte Konstruktion läßt an bestimmte Klöster auf dem Athosberg oder in Tibet denken, vor allem, wenn man sie vom Talgrund aus sieht. Der schwierige Zugang erwies sich nicht als Hindernis, sondern als Einladung für die Einsiedler, die einen idealen Platz für ihr dem spirituellen Kampf und der Wiedervereinigung mit Gott gewidmeten Leben suchten, fern von der zivilisierten Welt, in Frieden, das diese Welt nicht bieten kann. Bis vor wenigen Jahren führte nur ein enger Saumpfad zur Einsiedelei, heute jedoch kann man sie über eine steile, unwegsame Strasse erreichen. Wahrscheinlich wegen des Wassers, das das ganze Jahr über fast ununterbrochen von den Felsen tropft und sich leicht in Zisternen sammeln lässt, wird der Ort seit fast tausend Jahren bewohnt.
Wenn der Aufenthalt des Kirchenlehrers San Girolamo hier auch eine Legende sein mag, so ist des doch eine plausible Hypothese, dass San Domenico Loricato († 1060) einer seiner ersten Bewohner war. San Pier Damiani erzählte nämlich, dass Domenico für eine bestimmte Zeit in einer Einsiedelei nicht weit von Sant’Emiliano di Congiuntoli gelebt habe, einer Abtei, von der die Einsiedelei des Monte Cucco nur ungefähr vier Kilometer entfernt ist. Auf jeden Fall weist die alte Kapelle von San Girolamo, eine mit Mauerwerk verschlossene Höhle (wie übrigens auch das Fundament gemauert ist, auf dem die Einsiedelei gebaut wurde) mittelalterliche Architekturelemente auf, die auf das 11. Jahrhundert datierbar sind. Am 25. März 1337 starb in der Einsiedelei der Selige Tommaso da Costacciaro, der sich als junger Mönch des nahegelegenen Klosters Santa Maria di Sitria mit Erlaubnis seines Abtes hierher zu einem einsamen Leben zurückzog für, wie man sagt, gut 65 Jahre. Er war kein Priester und zumindest ab und zu hatte er Mitbrüder bei sich. Nach Jahren eines völlig verborgenen Lebens wurde er entdeckt und sein Ruf der Heiligkeit wuchs. Der Herr verlieh ihm die Gabe, Kranke zu heilen, und es wurden ihm weitere Wunder zugesprochen. Eines der bekanntesten ist folgendes: „Es wird erzählt, dass am Feiertag des San Girolamo einige Priester in die Einsiedelei kamen, um ihre Huldigung darzubringen und den ehrwürdigen Einsiedler zu besuchen, und dieser entdeckte, dass der Wein fürdas Heilige Opfer fehlte. Er nahm die Messkännchen voller Wasser und nach einem kurzen Gebet verwandelte sich das Wasser in einen ausgezeichneten Wein“.
Auch später ist der sporadische Aufenthalt von Eremitenbrüdern in San Girolamo dokumentiert. Ein Dokument von 1368 spricht von einem Bauwerk oder dem Ausbau einer Kirche in der Einsiedelei. Es kann sich nicht um das bereits vorhandene antike Oratorium handeln, da es keinerlei Veränderungen in gotischem Stil aufweist. Während der Wiederinstandsetzung, die unlängst durchgeführt wurde, entdeckte man Teile eines gotischen Fensters.  Wahrscheinlich war es Teil der Kirche, die im 14. Jahrhundert vielleicht auf der Stelle, wo die heutige Kirche steht, erbaut wurde. Ein neues Kapitel der Geschichte der apenninischen Einsiedelei beginnt mit der Ankunft des Seligen Paolo Giustiniani im September oder Oktober 1520. Der Selige hatte eben die Einsiedelei Eremo di Camaldoli verlassen mit der Absicht, seiner einsiedlerischen Berufung hier besser als anderswo zu folgen. San Girolamo, das nicht mehr bewohnt war, gehörte der Pfarrkirche von Pascelupo, deren Leiter es nicht gerne sah, dass sich eine neue Gruppe Eremiten in der Einsiedelei niederließen. Deshalb hielt sich der Selige bei dieser Gelegenheit nicht lange in San Girolamo auf, sondern nahm seine Wanderung bald wieder auf, um sich in die Einsiedelei Eremo delle Grotte di Massaccio, heute Cupramontana, zurückzuziehen. Nachdem er aber Monte Cucco als sehr geeignet für ein einsames Leben erachtete, setzte er sich gleichzeitig mit Hilfe seiner Freunde in Rom dafür ein, dass seine Eremiten in diese Einsiedelei zurückkehren konnten. Mit einem Breve von Papst Leo X. vom 8. April 1521 wurde die Einsiedelei San Girolamo von der Pfarrkirche Sant’Angelo di Pascelupo getrennt, die in der Diözese Gubbio liegt, und überließ sie Bruder Paolo da Venezia, damit er sich dorthin mit seinen Gefährten zurückziehen konnte. Seit damals ist die Einsiedelei von Monte Cucco an die vom Seligen Paolo Giustiniani gegründete Eremiteninstitution gebunden, die heute Congregazione degli Eremiti Camaldolesi di Monte Corona heißt. Vom 28. Juli bis 2. August 1524 fand in San Girolamo das zweite Generalkapitel der neuen religiösen Institution statt. Wenige Tage später, am 7. August 1524, erfuhr der Selige Paolo hier während der Heiligen Messe seine höchste mystische Erfahrung, die er bezeugte und anschließend in seiner Abhandlung „Secretum meum mihi“ theologisch vermittelte. Mehrere Male während der vergangenen Jahrhunderte waren die Corona-Eremiten versucht, den Ort zu verlassen, und im letzten Jahrhundert haben sie dieser Versuchung nachgegeben ... um sich von der Göttlichen Vorsehung zu ihrer ursprünglichen Einsiedelei zurückführen zu lassen.
Obwohl der Ort von San Girolamo immer eine besondere Faszination ausgestrahlt hat, gab es auch Zwischenfälle ... Deshalb wurde im 16. Jahrhundert der Antrag an den Heiligen Stuhl gestellt, umziehen zu dürfen. Papst Sixtus V. höchstpersönlich jedoch gab am 3. August 1585 über den Kardinalsbischof von Gubbio den Eremiten zu verstehen, dass es sein ausdrücklicher Wunsch sei, dass sie die Einsiedelei nicht verließen, sondern in die Güte Gottes vertrauten, der sie in Zukunft vor den Gefahren in den Bergen beschützen würde, wie Er es bereits in der Vergangenheit getan hatte. Sie sollten auch die Banditen nicht fürchten, da der Papst selbst dafür Sorge tragen würde, dass diese verjagt und ausgemerzt würden. Es scheint, dass der Papst sein Versprechen gehalten hat, denn fürderhin wurden keine Klagen mehr laut über Diebe und Banditen. Die Steine und Felsen jedoch, die von Zeit zu Zeit auf die Einsiedelei niederstürzten, weckten weiterhin Furcht und verursachten auch schwere Schäden. Im Februar 1607 zum Beispiel wurde der Prior der Einsiedelei, Don Ridolfo Oddi, Patrizier aus Perugia und von 1603 bis 1606 Oberster der Corona-Eremiten, von einem herabstürzenden Felsblock getötet.
Beim Erdbeben vom 3. Juni 1781 fiel ein Fels von enormen Ausmaßen auf das Dach des Gästehauses, das dadurch zum größten Teil zerstört wurde, so dass man beschloss, die Einsiedelei zu verlassen, dann aber wurden der Cellarius und ein Laienbruder zurückgelassen, die das Gästehaus wieder aufbauen sollten. Dieser Cellarius war Don Doroteo Zuccari da Fabriano, der noch jung am 2. April 1782 ins Sassoferrato starb; nach seinem Tod wandten sich viele Gläubige an ihn wegen seiner Fürbitten. In seinen Grabstein, der in der Kirche Santa Croce in Sassoferrato aufbewahrt wird, sind unter anderem folgende Worte eingraviert: „ingens sui desiderium reliquit“. Die beiden staatlichen Aufhebungssaktionen für Klöster im vergangenen Jahrhundert haben zweifellos große Probleme verursacht, aber die Eremiten schafften es mit Hilfe Gottes und vieler guter Menschen der Umgebung nach relativ kurzer Zeit nach San Girolamo zurückzukehren. Es scheint, als ob der Mangel an Eremiten und Einkünften mit der daraus resultierenden mangelnden Befolgung der Regeln die höchsten Autoritäten der Corona-Bruderschaft dazu bewog, 1925 die Schließung und den Verkauf des Hauses zu beschließen.
Vier Jahrhunderte Geschichte und verborgener Heiligkeit, Beharrlichkeit in Gebet und Arbeit, Buße und Erwartung des Herrn schienen entgültig zu Ende zu sein. Charakteristisch für den Glauben, der die Eremiten beseelte, war die Episode, die sich am Anfang des Jahrhunderts ereignete. Einige Besucher, die vom Prior begleitet wurden, hörten einen leisen Gesang aus dem Fenster einer Zelle. Darüber verwundert – normalerweise herrschte in der Einsiedelei Stille – baten die Gäste um eine Erklärung. Sie waren noch verwunderter, als sie diese vernahmen, welche besagte, dass es sich um einen sterbenden Mitbruder handele. Er sang, weil er glücklich darüber war, in das Paradies zu kommen und sich dort ewig zu erfreuen. Nach der Abreise der „weißen Mönche“ blieb die Einsiedelei von Monte Cucco unbewohnt, mit Ausnahme der Zeit des Krieges von 1939 bis 1944, als die Bevölkerung von Pascelupo und Perticano, ja sogar aus Fabriano dort Zuflucht suchten vor dem Artilleriefeuer und den Luftangriffen.
Nach dem Krieg beschleunigte sich der Verfall der Einsiedelei.
Ein halbes Jahrhundert nach der Aufhebung war die Einsiedelei nur noch ein Haufen Ruinen. Aber das Benediktiner-Motto: „Succisa cirescit“, der abgeschnittene Ast grünt wieder, wurde ein weiteres Mal wahr. Dank der Bemühungen des Dr. Mario Luconi, Apotheker aus Gubbio, schenkten die 31 Eigentümer der Einsiedelei diese mit großer Sensibilität und Großzügigkeit der Bruderschaft der Eremiten von Corona, damit sie dorthin zurückkehren konnten. Der größte Teil musste wieder aufgebaut werden, der Rest renoviert, was in den Jahren 1985 bis 1991 durch Maurermeister aus Gubbio erfolgte, die eine ausgezeichnete Arbeit vollbracht haben. Es war ihnen möglich, alles wie vorher zu aufzubauen oder sogar noch besser. Das regelmäßige Leben einer kleinen Gemeinschaft, das vom Läuten der Glocken strukturiert wurde, konnte im November 1992 wieder aufgenommen werden. Die Weihung der wieder aufgebauten kleinen Kirche wurde feierlich von Monsignore Pietro Bottaccioli, dem Bischof von Gubbio, am 8. Mai 1995 vorgenommen und stellte das Siegel dar für ein gewagtes und schwieriges Unternehmen, das erfolgreich zu Ende geführt wurde. Das Leben der Eremiten von Camaldola soll von Stille und Einsamkeit geprägt sein, in Nächstenliebe geführt unter ständigen Gebeten und Bußen, dem Lob Gottes und der Rettung der Welt geweiht. Die Mönche von San Girolamo sollen nach den Vorschriften des Ordens „immer vermeiden, in irgendeiner Weise den Besuch von Personen in der Einsiedelei zu fördern“. Deshalb wünschen sie nicht, das sie eine Touristenattraktion wird, aber sie sind zufrieden, wenn sie durstigen Ausflüglern ein Glas frisches Wasser anbieten können, wenn diese es brauchen. Es ist auch möglich, dass einzelne Gäste in der Einsiedelei aufgenommen werden, wenn sie sich für einige Zeit in spirituelle Zurückgezogenheit begeben möchten. umbria_natur_parks_23
Es ist nicht leicht, heute das einsame Leben zu verstehen. Es bedeutet nicht, dass chritliche Eremiten vor der Realität fliehen wollen, wie ab und zu von Kritikern behauptet wird, sondern es handelt sich um eine Annäherung an den Sinn des Lebens vom Gesichtspunkt der Ewigkeit aus. Wenn der Mönch sich bis zu einem gewissen Grad von der wechselvollen Realität der Erfahrungen absondert, so tut er das, um seinem Leben eine Grundorientierung zu verleihen, die dem christlichen Glauben entspricht. Sankt Paulus beschreibt das Leben eines Christen so: „Wir richten unseren Blick nicht auf die sichtbaren Dinge, sondern auf die unsichtbaren; die sichtbaren Dinge dauern nur einen Augenblick, die unsichtbaren eine Ewigkeit.“ (2 Kor 4,18)
Die Eremiten „zeigen jedem diesen inneren Aspekt des Mysteriums der Kirche, der die persönliche Vertrautheit mit Christus ist. Vor den Augen der Menschen verborgen ist das Leben des Eremiten die stille Predigt Desjenigen, dem er sein Leben übergeben hat, da Er alles für ihn ist.“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 921). EREMO DI SAN GIROLAMO DEI P.P. CAMALDOLESI, 06020 PASCELUPO (PG) Tel. (075) 9229802.

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