Das Dorf Lugnano in Teverina
Lugnano in Teverina ist ein entzückendes Dorf, das im Oberen Tibertal an Lazio angrenzt und von ungewissem Ursprung ist. Die ersten wichtigen Siedlungen gehen
wahrscheinlich auf das ausgehende Römische Reich zurück, als sich die
Bevölkerung auf den heutigen Hügel, vor der Malaria und Barbaren-Invasionen
fliehend, zurückzog.
Der Stadtkern ist auf phantastische Weise in
die natürliche, üppige und entspannende Landschaft integriert. Alles ist ruhig
und harmonisch, weit ab vom Stress des Stadtlebens und des Alltags. Alles ist
dafür geschaffen, eine ausgeglichene Beziehung zur Natur zurückzuerobern. Eine
mögliche Interpretation des Ortsnamens geht auf das Lateinische Lucus Jani zurück: ''Bosco di Giano''.
Eines der interessantesten Gebäude von Lugnano in Teverina ist sicherlich das Collegiata
di Santa Maria Assunta, ein Meisterwerk romanischer Architektur. Seine
Erbauung geht auf das 12. Jahrhundert zurück und liegt an einem Ort, an dem
wahrscheinlich im 9. Jahrhundert eine Pfarrei gestanden hat. Die Fassade, die
reichhaltig geschmückt und elegant ist, besteht aus einem schönen Arkadengang,
der von vier Säulen gestützt wird und, über dem ein Rosenkranz zwischen zwei
zweibogigen Fenstern angebracht ist. Auch sein Inneres ist durch sein
Fußbodenmosaik, das bis zum weißen Marmoraltar reicht, sehr eindrucksvoll. An
den Seiten befinden sich Säulen und Kapitelle romanischer Bauweise. In der
Apsis kann man ein wertvolles Tryptychon bewundern, ein Werk von Niccolò di
Liberatore, genannte Alunno, das die Assunta neben dem Heiligen
Franz und dem Heiligen Sebastian darstellt.
Ein anderes besichtenswertes Gebäude ist der Palazzo
Pennone aus dem 15. Jahrhundert. Es wurde von dem Kardinal Farnese fertig gestellt und ist heutiger Sitz des Municipio (Stadtverwaltung).
Bemerkenswert ist seine vertikale Ausrichtung, wodurch er zu einem natürlichen
Bezugspunkt der Bürger wird.
Wenig entfernt vom Zentrum befinden sich die
Überreste von Bauten aus der römischen Epoche, die etwa 2000 Jahre alt sind und
im 1. Jahrhundert in die Villa di Poggio Gramignano integriert wurden.
Die Funde bestehen aus bunten Mosaiken in den Grundmauern.
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