Città di Castello, Vorposten der Renaissance in Umbrien
Die Schätze der Renaissance in Città di Castello, Grenzland zwischen Umbrien
und Toskana
Città di Castello ist ein einzigartiger Ort in Umbrien der sich gleichzeitig so unterschiedlich
und doch so ähnlich ist, wie viele andere Orte der Region. Es gibt fast keine
Spuren der mittelalterlichen Vergangenheit in der Stadt, da sie allesamt von
der Pracht der Renaissance überdeckt wurden. Hier wird ein Dialekt
gesprochen, der nicht einmal im Entferntesten an andere typisch umbrische
Dialekte erinnert. Hier befinden wir uns mehr in der Toskana als in Umbrien,
mehr in der Renaissance als im Mittelalter. Die Unterschiede
machen Città di Castello zu einem einzigartigen und faszinierenden Ort inmitten
der umbrischen Schönheiten.
Das antike Tifernum Tiberinum erreicht
seinen Höhepunkt als in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert die Herrscher Vitelli allen konkurrierenden Familien die Mittel abgrub, und sich so das Recht erwarb,
über das ganze Gebiet zu herrschen. Ab diesem Zeitpunkt blühte die Erbauung von
Gebäuden voll auf und es wurden Künstler zusammengerufen, die zu der
Verwandlung von Città di Castello in eine Stadt der Renaissance beitrugen. Es
wurden insgesamt vier Familienresidenzen errichtet und Künstler der Kaliber Signorelli, Vasari, Raffaello und Rosso Fiorentino setzten alles
daran, die von Größe und Mächtigkeit geleiteten Ideen der Familie Vitelli
umzusetzen. Inmitten von vielen Dörfern und Festungen prunkt Città di Castello
mit seinem Anmut, seiner Leichtigkeit und seiner Vornehmheit, indem es mit
Stolz seine Unterschiedlichkeit und seine Eitelkeit ausstellt.
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