Bettona, ein kleines mittelalterliches Dorf mit Blick auf Umbrien
Wer den Weg nach
Bettona findet, wird
niemals müde, seinen Blick schweifen zu lassen. Für den Besucher gibt es so
viel Wunderbares zu sehen. Schon die kurvige Straße, die den Hügel nach Bettona
hinauf führt, lassen seine städtebauliche Beschaffenheit erkennen, die schon zu
umbrisch-etruskischer Zeit das Dorf durch eine solide Stadtmauer
schützte. Beachtenswert bezüglich dieser alten Vergangenheit ist zuerst einmal
die Stadtmauer selber, die an vielen Stellen auf oder neben riesigen
Steinblöcken, eindeutig etruskischer Herkunft, errichtet wurde. Verschiedene
archäologische Fundstücke und ein prächtiges etruskisches Grab aus dem 4.
Jahrhundert v. C. geben ebenso Zeugnis dieser Epoche ab.
Ein anderer Einfluss schlägt sich in Bettona
zu jüngerer Zeit nieder, als
Umbrien in der
Renaissance zu einem
wichtigen Ort der Silberverarbeitung wurde. Und um das ganze zu
vervollständigen gibt es auch die ''
Madonna della Misericordia'',
Spätwerk des
Perugino, die in der
Öffentlichen Pinakothek ausgestellt ist, die im
Palazzotto del Podestà aus dem Jahre 1371
untergebracht ist.
Wenn man jedoch einen Rundgang um die
Stadtmauern macht, enthüllt Bettona seinen ganzen Charme, wenn man sich aus
seinen Vorsprüngen lehnt und vor einem ein atemberaubendes Panorama liegt. Man
überblickt die ganze unten liegende Ebene und kann seinen Blick bis nach
Perugia,
Assisi,
Spello und den
Monte Subasio und über die ganzen
Herrlichkeiten Umbriens schweifen lassen. Der Ausblick lässt niemanden
unberührt. Die Augen schweifen ohne Ruhe über die verschiedenen
Grünschattierungen der Natur, über die bearbeiteten Felder und die
Geschäftigkeit der unten liegenden Dörfer, über Hänge der Hügel und Berge am
Horizont. Man blickt bis in die Nähe von Perugia, Assisi und Spello, die so nah
wie zum Anfassen erscheinen.
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