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Vallo di Nera

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Die Stadt von Vallo di Nera

Unter all den Monumenten, die man in Vallo di Nera besichtigen kann, verdient die Kirche Chiesa di Santa Maria den Ehrenplatz. Sie wurde während des 13. Jahrhunderts erbaut im Stil der einschiffigen Franziskanerkirchen mit Dachstuhl.
Die Fassade ist vollständig aus Stein mit einem Spitzbogenportal, einer Rosette und läuft oben in der Mitte in einen Spitzgiebel aus.

Das Innere ist reich mit Fresken verziert aus der Giotto-Schule, unter denen die ''Prozession der Bianchi'' von Cola di Pietro aus dem Jahre 1401 und das ''Martyrium der Heiligen Lucia'' aus dem 15. Jahrhundert besondere Aufmerksamkeit verdienen. Die anderen Fresken wurden von Malern aus der umbrischen Schule vor Mitte des 14. Jahrhunderts gemalt und anderen umbrischen Meistern aus dem 15. Jahrhundert. Ein weiteres wichtiges Werk, das sich in der Kirche ''Madonna del Latte'' befindet, wird als eines der Meisterwerke des Meisters von Eggi betrachtet und auf 1435 datiert.

Oberhalb des Hochaltarraumes erhebt sich der eindrucksvolle quadratische Glockenturm, in dessen Innerem noch heute die Glöcknermeister von Hand die Glocken schlagen.

Die romanische Kirche Chiesa di San Giovanni Battista wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erbaut und im 16. Jahrhundert teilweise renoviert, so dass die Fassade, das Portal, die Rosette und der Glockenturm aus dieser Zeit stammen.

Die wichtigsten Fresken befinden sich alle in der Apsishalbkuppel, wo der Maler Jacupo Siculo 1536 die herrlichen Malereien ''Krönung der Jungfrau'' und ''Tod der Madonna'' schuf, die von den Werken Filippo Lippis in der Apsis des Doms von Spoleto inspiriert wurden.

Als Zeugnis der antiken anachoretischen Berufung dieses Ortes kann man in der Nähe von Vallo di Nera das interessante Kloster Santa Maria Ugonis besuchen, das von den Mönchen der Kongregation von Vallombrosa gegründet wurde. Die Kirche wurde im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und ist auf den Resten einer noch älteren Eremitage errichtet worden.
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