Die Landschaft von Terni, zwischen dem Wasserfall Cascata delle Marmore und
dem See Lago di Piediluco
Das Gebiet von
Terni präsentiert sich
dem Besucher wie ein Ort voller Ausnahmen, wo sich die Natur in ihrer ganzen Herrlichkeit
und Kraft zur Schau stellt. Eines der Beispiele hierfür ist der Wasserfall
Cascata
delle Marmore, ein wahres Nationaldenkmal, das nur sieben Kilometer von
Terni entfernt liegt.
Der Wasserfall wird im Jahre 271 v. Chr.
künstlich von dem römischen Konsul Manilius Curius Dentato im Zusammenhang mit
einem groß angelegten Projekt zu Trockenlegung geplant. Die Kalkablagerungen
des Wassers des
Flusses Velino verhinderten den Zufluss zum
Nera
und verursachten so häufig Versumpfungen. Es wurde ein Kanal ausgehoben, der
dazu führte, dass der Wasserlauf vom höchsten Punkt der
Marmore ins Tal
stürzte. Das Problem wurde niemals definitiv gelöst. Auf diese Weise wurde die
Welt jedoch um ein Naturereignis bereichert, dass im Laufe der Jahrhunderte die
Phantasie der Schriftsteller, Maler, Poeten, Romanautoren und Millionen von
Besuchern angeregt hat.
Das Wasser des Flusses Velino führen seitdem
über den außerordentlichen Sturz und überwinden einen gesamten Höhenunterschied
von ca. 165 Metern, bevor sie sich in das Flussbett des Flusses Nera stürzen.
Auf ihrem Weg dorthin finden Wasser- und Lichtspiele von unglaublicher
Schönheit statt.
Wenn man an dem Wasserfall Cascata delle
Marmore angekommen ist, kann man sich ganz der Besichtigung seiner Schönheit
widmen, und ihn, wenn man den angelegten Wanderpfaden folgt, von ganz
verschiedenen Ansichtspunkten bewundern. Von der Aussichtsstelle
Piazzale
inferiore hat man einen Blick von unten auf den enormen Wasserauswurf. Man
kann dem Wasserlauf über die drei Stürze verfolgen bis er seine Ruhe im Fluss
Nera findet. Oder aber man kann bis zur Aussichtsstelle
Belvedere superiore
hinaufsteigen, wo sich auch der Eingang in den Park
Parco dei Campacci di
Marmore befindet, einem überhängenden Felsvorsprung über dem ersten und höchsten
Gefälle des Wasserfalls, von wo man den Zauber aus ganzer Nähe beobachten kann.
Ohne einen Aufpreis zu bezahlen, kann man sich noch weiter dem Wasserfall
nähern, indem man die Ausflugspfade abwandert, die einen praktisch "in" den Wasserfall
hineinführen. Einer der Wege verbindet den Teil des Tals mit dem Teil der Bergs
und beschenkt und mit einem unvergesslichen Erlebnis. Auf halber Strecke
befindet sich der berühmte
Balcone degli innamorati (Balkon der
Verliebten), einem Aussichtspunkt, der mitten im Sturzfall des Flusses
herausragt und von dem man einen wirklich eindrucksvollen Ausblick hat.
Besonders von diesem Punkt aus kann man die Kraft dieses Naturschauspiels
würdigen. Das Getöse des Wasserfalls scheint aus dem Urgrund der Kehle der Natur
zu kommen und ertönt mir seiner mächtigen und herrschaftlichen Stimme, die
niemals aufhören wird diejenigen, zu betören, die jemals das Glück gehabt haben
ihrem Konzert lauschen zu dürfen.
Wie bereits bekannt ist, wird das ernorme
Wasserbecken dazu genutzt, Energie zu produzieren. Daher ist der Wasserfall an
einigen Tagen in der Woche geschlossen. Seit 1954 gibt es ein Abkommen, das den
Sturz des Wasserfalls Cascata delle Marmore für mindestens 770 Stunden im Jahr
vorsieht.
Daher ist es besser, wenn man sich vor dem
Besuch über die Öffnungszeiten informiert.
Ein anderes beliebtes Ausflugziel für
Naturfreunde ist der See
Lago di Piediluco, der sich ebenfalls in der
unmittelbaren Nähe von Terni befindet und leicht erreichbar ist.
Seine unregelmäßige Form, die alles andere
als kreisförmig ist, lässt ihn an Alpenseen erinnern. Diese besondere Form
erhöht jedoch die Anziehungskraft der Landschaft. Sein Durchmesser beträgt ca.
17 Kilometer und ist völlig von dichter Vegetation umgeben, eben genauso wie es
seine Etymologie beschreibt: "
ai piedi del Bosco Sacro" - "am Fuße des
Heiligen Waldes". Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist sicherlich sein Gebirge
Montagna
dell'Eco, ein wahres Sinnbild des Sees, der, dank der einzigartigen Akustik
seiner Wände, einen kompletten Elfsilber widerhallen lässt.
Die Aussicht ist bezaubernd, die Häuser, die
längs des Sees stehen, verzieren die Ufer, während andere architektonische
Bauten die Geschichte der Vergangenheit erzählen. Über dem See ragt die
Burg
aus dem 11. Jahrhundert, von der man noch immer eindrucksvolle Teile
besichtigen kann, während die, dem
Heiligen Franz geweihte Kirche, die
hier nach einem Besuch des
Armen aus Assisi im Jahre 1217 errichtet
wurde, sehr eindrucksvoll ist
Der See Lago di Piedilico ist darüber hinaus
Sitz der
Federazione Italiana di Canottaggio (Italienische Vereinigung
der Kanufahrer), in dem sich zahlreiche und wichtige Treffen, die von
nationaler und internationaler Bedeutung sind, abgehalten werden.
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