Die Geschichte der ersten Siedlungen, die
sich in dem Gebiet niedergelassen haben, wo das heutige Terni liegt,
beginnt vor sehr langer Zeit, als ein umbrisch-sabinisches Volk auf einem Hügel
zwischen zwei Flüssen ansässig wurde. Es handelt sich um die Naharki,
ein kriegerisches Schäfervolk, die den Fluss Nera entlang lebten und von
dem sie auch ihren Namen bekommen haben. Aus dieser Zeit sind zahlreiche
Zeugnisse übrig geblieben, wie große Nekropolen und die Überreste von Maratta,
einer großen Siedlung, die 800 Jahre v. Chr. gegründet wurde, beweisen.
Die Gründung Ternis geht auf das Jahr 672 v.
Chr. zurück, als ein Volk, das verschiedene Siedlungen bewohnte, in einem
einzigen größeren Siedlung zusammen gesammelt wurde und um das Jahr 300 v. Chr.
in das Römische Reich eingegliedert wurde. Die Siedlung wurde ihrerzeit Interamna,
die "Stadt zwischen den Gewässern", genannt.
Die römische Verwaltung wies der Stadt einen
nicht unwichtige Rolle im Leben des Reichs zu. Dank ihrer strategisch wichtigen
Position und den reichlichen Wasservorkommen des Gebiets erwarb die Stadt bald
ein bemerkenswertes Ansehen. Die mächtigen Stadtmauern wurden errichtet, sowie
die Thermen, Theater und Amphitheater. Das gesellschaftliche und politische
Leben begann zu pulsieren, immer mächtiger Persönlichkeiten wuchsen in Rom
heran, die den politischen Lauf der Stadt immer mehr beeinflussten. Wir
befinden uns in der Zeit des Historikers Caius Cornelius Tacitus und des
Kaisers Marcus Claudius Tacitus.
Mit dem Fall des Römischen Reiches, wird
Terni Verwüstungen und Plünderungen ausgesetzt, wie es auch in vielen anderen
umbrischen Städten passiert ist, die mit den Streifzügen der Barbaren zu
kämpfen hatten.
Im 13. Jahrhundert wurde Terni, wie viele andere Städte in Umbrien, von den
Predigten des Heiligen Franz beeinflusst, für den Kirchen und
Kultstätten errichtet wurden, die zu dauerhaften Anlaufstellen für seine
Verehrung von Seiten des Volks wurden. 1353 erlässt Terni eine eigene
Verfassung und setzt eine Vereinheitlichung in Gang. Diese eskaliert um das
Jahr 1600, als der Kirchenstaat seine Macht auch über Terni ausbreiten
will. Zu diesem Zeitpunkt wird die Basilica di San Valentino, dem
Bischof, Märtyrer, Schutzpatron der Stadt und Schutzheiligem der Verliebten auf
der ganzen Welt, errichtet.
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