Die Kunstsammlung der
Pinacoteca Comunale
ist allein der Künstlerpersönlichkeit
Orneore Metellis gewidmet, einem
der wichtigsten Maler der naiven Kunst der Gegenwart. Er wird 1872 in
Terni
geboren. Nach der Grundschule wird er in der Werkstatt des Vaters ausgebildet
und erlernt das Schumacherhandwerk. Er ist empfänglich für das Schöne und
Autodidakt in ungewöhnlichem künstlerischem Sinne. Er wendet sich erst
50-jährig voll und ganz der Malerei zu, erfährt einen diskreten Erfolg und ist
heute als einer der wichtigsten Vertreter der Malerei des 20. Jahrhunderts
anerkannt. Er stirbt im 1938 während er mit der Erstellung seines letzten
Bildes "
Uscita dal Teatro" (Ausgang aus dem Theater) beschäftigt ist.
In zwei Sälen des Bereichs, der den
zeitgenössischen Künstlern vorbehalten sind, befinden sich allein 54 seiner
Werke, anhand derer es möglich ist, eine eindrucksvolle Reise in das Innere
eines künstlerischen Lebens nachzuvollziehen, das jenseits des Gewöhnlichen
stattgefunden hat. Neben den Werken von Orneore Metelli umfasst die Sammlung
des 20. Jahrhunderts auch Werke von
Carrà,
Mirò,
Picasso
und
Kandinsky. Außerdem finden wir ebenfalls durch die Werke von
Quaglia,
Castellani,
Teofili,
Ciaurro und
Aurelio De Felice
ein Abbild der kulturellen und künstlerischen Landschaft Ternis vor, die in den
30-er Jahren aktuell gewesen ist. Letzterem ist besonders zu verdanken, dass er
die außergewöhnliche Schaffenskraft von Metelli entdeckt und gefördert hat.
In der Abteilung, die den antiken Werken
vorbehalten sind, kann man wahre Meisterwerke bestaunen. Hier befinden sich
einige der besten Werke von Künstlern, die die Kunst in
Umbrien
geschaffen und weiterentwickelt haben. Eines dieser Exponate ist das Gemälde
eines unbekannten Künstlers, der als
Maestro della Dormitio Virginis -
Meister der Schlafenden Jungfrau - (ein Name der auf eine Freske zurückgeht,
die sich in der Kirche
San Pietro in Terni befindet und in der Tat eine
Schlafende Jungfrau darstellt) bekannt geworden ist. Es handelt sich hierbei um
ein sehr wichtiges Werk des 14. Jahrhunderts, das auf sehr bezeichnende Weise
die Entwicklung einer gewissen Bewegung der umbrischen Malerei charakterisiert.
Dann gibt es auch noch das Altarbild eines großen Meisters,
Benozzo Gozzoli,
einem besonders in
Montefalco sehr aktiven Maler, durch den verschiedene
Motive der toskanischen Renaissance in die umbrische Malerei eingeflossen sind.
Zwei andere Säle der Pinakothek sind den zwei
immerwährenden Motiven der christlichen Religion, der
Madonna mit dem Kinde
und der
Kreuzigung gewidmet. Bezüglich des zweiten ikonographischen
Motivs stechen besonders zwei Arbeiten in Wertschätzung und Originalität aus
allen anderen heraus. Es handelt sich um die Arbeiten von
Niccolò di
Liberatore, genannt
Alunno, und von
Giovanni di Pietro,
genannt
Spagna.
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