Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten
von
Sant'Anatolia di Narco ist sicherlich der Ortsteil
Castel
San Felice, eine charakteristische befestigte Burg, die ebenfalls eine
große Faszination ausstrahlt.
Hier befindet sich ein echtes architektonisches Juwel, die romanische
Kirche San Felice di Narco.
Laut Überlieferung befand sich dort, wo jetzt die Kirche steht, ein antikes
Kloster, das von
St. Mauro di Siria gegründet, Vater von
San
Felice, von dem jedoch keine Spur geblieben ist.
Die Kirche war ohne Zweifel ein sehr wichtiges religiöses Zentrum, nachdem sie
Priorats- und Stiftskirche wurde. Das wird durch den enormen Wert des Gebäudes
bezeugt, aber auch durch ein zweibändiges mit Miniaturen versehenes Dokument
aus dem 12. Jahrhundert,
worin die in
Spoleto verehrten Heiligen betreffende Themen behandelt
werden. Die beiden Kodizes stammen tatsächlich aus
der Kirche San Felice di Narco und werden heute in der Biblioteca Capitolare
von Spoleto aufbewahrt.
Aus den Texten ist zu entnehmen, dass sie ungefähr 1190 erbaut wurde nach dem
totalen Umbau eines früheren Benediktinergebäudes, welches nach der Trockenlegung
der Zone gebaut worden war.
Die Fassade ist ein bewundernswertes Beispiel für die romanische Architektur
Spoletos, und sie wurde der der
Basilica di San Salvatore nachgebaut, welche ihrerseits als
Modell für viele Gebäude dieser Zeit diente.
Auch die Rosette ist eine wunderbare Ausführung der umbrischen Romanik und mit
den Symbolen der Evangelisten geschmückt, während die Reliefs im unteren Teil
zwei Geschichten um San Felice darstellen, die Tötung des Drachens und die
Wiederauferstehung des Sohnes der Witwe.
Der Drachen, den San Felice tötete, steht für den
Fluss Nera, der in
alten Zeiten als furchteinflößender, zu bekämpfender und besiegender Feind
galt. Die
Tötung des Drachens symbolisiert die Trockenlegung des Sumpfgebietes, das
Krankheit und Tod brachte.
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