Das
Kloster wurde im Jahre 1218 vom
Heiligen Franz von
Assisi gegründet. Von dem ursprünglichen Gebäude war jedoch
wenig übrig geblieben, bevor es von Tommaso Buzzi restauriert wurde, einem der
wichtigsten Vertreter italienischer Architektur im 20. Jahrhundert. Die heutige
Erscheinungsform der Buzzinischen Stadt basiert ausschließlich auf seinem Werk
zwischen 1960 und 1981 und hat das komplette
sakrale Gebäude in eine
eigene Stadt voller Zitate und oftmals mysteriöser, finsterer und verschlüsselt
erscheinende Nachrichten verwandelt. Neben den Überresten der Sakralen
Bauwerke, die aus den Räumlichkeiten der Franziskaner bestehen, existiert ein
Teil mit
profanen Bauwerken. Es ist ein Rundgang durch Räume und Orte,
der gleichermaßen eine eindrucksvolle mystische und ursprüngliche Wanderung
zwischen phantastischen Bildern und unentzifferbaren Symbolen ist. Die ganze
Stadt erscheint wie ein Theater, in dessen Inneren sich sieben Orte befinden, die
der Bühnenkunst gewidmet sind und, die untereinander durch verflochtene
Sträßchen und unterbrochenen Treppen miteinander verbunden sind. Alle
architektonischen Elemente sind im Stil eines sehr persönlichen
Neomanierismus'
geschaffen worden. Buzzi ist es mit seinem bewundernswerten Werk gelungen,
einen Traum in Wirklichkeit zu verwandeln, das uns dennoch wie ein Produkt der
Phantasie erscheint. La Scarzuola ist ein Un-Ort, oder: ein Ort, den nur der
Geist als solchen erfassen kann. Gemacht aus Anspielungen, Verweisen,
Perspektiven. Es ist ein Ort, der in sich selbst geschlossen ist, aber
unaufhaltbar in alle Richtungen geöffnet ist.
Die Castellieri von Montegabbione
-
Wenn man sich in der Umgebung von
Montegabbione
aufhält, fallen einem sofort die vielen, auf den Anhöhen liegenden und für die
Landschaft so typischen
Castellieri...
Alles Texte, Bilder und dazugehörige verlinkte Seite sind urheberrechtlich geschützt.
Unbefugter Verwendung oder Vervielfältigung ist streng verboten