Der Sagrantino ist eine autochthone Rebsorte,
oder besser, eine Rebsorte, die seit geraumer Zeit dort angebaut wird, wo wir
sie auch heute noch finden und in der jüngeren Vergangenheit nicht aus dem
Ausland importiert wurde. Seine Wurzeln sind ungewiss, auch wenn es einige
phantasievolle Hypothesen gibt. Laut der glaubhaftesten Rückverfolgungen soll
die Traube von
Franziskanermönchen aus
Spanien mitgebracht worden
und schon zu dieser Zeit sehr geschätzt gewesen sein. Man sagt, dass sie nur
den wichtigsten Gästen und bei der Verabreichung der Sakramente angeboten
worden sei, worauf ja auch sein Name schließen lässt.
Im Jahre 1992 wurde im das Zertifikat
Denominazione
d'Origine Controllata e Garantita (DOCG) zuerkannt. Die
Disziplinarverordnung sieht für die Produktion die gesamte Gemeinde Montefalco
und einen Teil der Gemeinden
Bevagna,
Castel Ritaldi,
Giano
dell'Umbria und
Gualdo Cattaneo vor.
Der Sagrantino kann unter den Namen
Sagrantino
di Montefalco oder
Montefalco Sagrantino verkauft werden und besteht
in den zwei Typologien "
secco" und "
passito".
Der Passito
Der
Sagrantino di Montefalco Passito wird gewonnen, indem die
Weintrauben auf einem Holzgitter für etwa zwei Monate reifen. Dank der
besonderen Eigenschaften der Trauben, faulen sie nicht und erhalten ihren
Zuckergehalt.
Der Wein hat eine intensive rubin-rote Farbe,
die fast finster und undurchdringlich ist und neigt zum veilchenlila oder nach
Einlagerung zum granat-rot. Die Aromen werden durch die Zeit der Verfeinerung
immer komplexer und behalten jedoch immer eine hervorstechende Note von
Brombeeren.
Als Ergebnis erhalten wir einen grandiosen Wein "
da Meditazione", den
man ohne Gewissensbisse ohne jegliche Beigabe von anderen Speisen genießen
kann. Klassischerweise werden Trockengebäck oder Fruchtböden mit Brombeeren
oder andern Waldfrüchten gereicht. Wenn der Wein besonders gereift sein sollte,
empfiehlt sich auch eine Verkostung mit scharfem oder gereiftem Schafskäse.
Der Montefalco "Secco"
Der
Sagrantino di Montefalco in der Typologie
secco wird, ebenso
wie die Typologie passito, durch die Kelterung der Sagrantino-Traube
hergestellt. Der Mindestalkoholgehalt muss 13 % betragen und er muss mindestens
30 Monate reifen, ehe er für den Verkauf freigegeben wird. Von diesen 30
Monaten muss er zwölf Monate in Holzfässern verbringen. So entsteht ein Wein
mit großem corpo, der weich ist und ein intensives Brombeeraroma hat. Er hat
eine sehr intensive rubin-rote Farbe. Man kann ihn bestens mit lokalen deftigen
Gerichten, Gerichten mit Trüffel, Wildbret aber auch zu Käse und Nudelgerichten
reichen.
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