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Die Stadt von Foligno

Sicherlich am ehesten Symbol für Foligno ist der Dom, der zu Ehren von San Feliciano erbaut wurde, dem 169 in Foligno geborenen Bischof, der zwischen 249 und 251 während der Verfolgungen durch Decius einen Märtyrertod starb. Ursprünglich war der Dom ein kleiner Tempel, der an der Stelle errichtet worden war, wo San Feliciano beerdigt werden wollte. 1100 wurde der untere Teil der Fassade gebaut, während der obere Teil im Auftrag der Familie Trinci im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Zwischen dem 18. und dem 19. Jahrhundert wurde das Innere der Kirche fast vollständig renoviert vom Architekten Giuseppe Piermarini aus Foligno, der der dreischiffigen Struktur nach exakten Anweisungen von Vanvitelli ein strenges, neoklassizistisches Aussehen verlieh. Im Inneren befinden sich zwei wertvolle Kunstwerke von Niccolò di Liberatore, genannt Alunno. Ein Fresko, die ''Kreuzigung'', und ein Gemälde, die ''Madonna und der Heilige Johannes'', sind in der Sakristei zu sehen. Seit 2001 ist der Dom wieder zu seinem alten Glanz zurückgekehrt, als die Restaurierungsarbeiten beendet wurden, die der Stadt das vom Erdbeben 1997 beschädigte, wertvollste Monument zurückgegeben haben.

Vor dem Dom erhebt sich der Palazzo Comunale, der zwischen 1262 und 1265 erbaut wurde, während sein Turm aus dem 14. Jahrhundert stammt. Der Palazzo wurde mehrere Male umgebaut und restauriert, auch wegen Schäden, die von Erdbeben verursacht wurden, die von Zeit zu Zeit dem Gebäude schwer zusetzen. Das heutige symmetrische und neoklassizistische Aussehen verdankt es einem Eingriff aus dem 19. Jahrhundert. Der Palazzo Comunale ist mit dem Palazzo Giusti Orfini verbunden, der berühmt wurde als Sitz der ersten Druckerei der Stadt. 

Zwischen dem Palazzo Comunale und dem Dom befindet sich der Palazzo Trinci, der das Resultat der Zusammenlegung der verschiedenen Sitze der Familie war, die in der Renaissance die Stadt Foligno regierte. Der Palazzo wurde Ende 14., Anfang 15. Jahrhundert gebaut. Der Palazzo beherbergt die Pinakothek, wo unter anderem wertvolle Werke von Alunne und Ottaviano Nelli hängen. Die Kirche Santa Maria Infraportas ist eine der ältesten in Foligno. Laut Legende war sie schon zu Anbeginn des Christentums da, da dort die Apostel Peter und Paul Rast machten. Sie verdankt ihren Namen ihrer Lage auf halber Strecke zwischen den antiken und neuen Stadtmauern. Die Fassade wird beherrscht von einer Vorhalle, die im 11./12. Jahrhundert zum Schutz des Portals errichtet wurde. Die Kirche ist dreischiffig und enthält viele Kunstwerke, wie der ''Segnende Christus'', der byzantinische Züge aufweist, und die San Rocco darstellenden Fresken von Niccolò di Liberatore.

Nur wenig weiter als fünf Kilometer von der Altstadt entfernt kann die wunderschöne Abtei Abbazia di Sassovivo bewundert werden, die am Fuß des Monte Serrone wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erbaut wurde, um eine kleine Gemeinschaft von Benediktinermönchen zu beherbergen. Die Abtei ist ein echtes Juwel, das einen entzückenden Kreuzgang vorzuweisen hat, der mit Bögen ausgestattet ist, die 128 kleinen Säulen überspannen.

Im 1494 erbauten Renaissance-Kloster Oratorio della Nunziatella bemalte Perugino 1507 eine Nische mit einem Fresko, das die ''Taufe Christi'' darstellt, eine bewundernswerte Arbeit der künstlerischen Genialität des ''divin pittore'' (göttlichen Malers).
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