Die Stadt von Costacciaro
Eines der wichtigsten Elemente der Stadtlandschaft ist der Rivellino, ein mächtiger
Verteidigungsturm, der auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und von Francesco
di Giorgio Martini im Auftrag vom Grafen von Urbino Federico II geplant
wurde. Eine Besonderheit ist die Form des Turms, die an den Bug eines Schiffes
erinnert.
Auch der Turm Torre della Roccaccia war integrierender Bestandteil des
städtischen Verteidigunssystems und wurde einst auf der mittelalterlichen
Stadtmauer errichtet.
Das Museo delle Grotte e dell'Ambiente Carsico del Monte Cucco dagegen
bietet die Möglichkeit, ohne große Anstrengungen die Höhlen zu sehen und zu
erleben. Es enthält wertvolles Videomaterial, Informationstafeln, Dokumente,
Zeugnisse und die Plastik des Monte Cucco-Massifs. Außerdem werden viele
Fossilien und Makrofossilien ausgestellt, die in den karstigen Tiefen des Monte
Cucco gefunden wurden, speziell in der ''Knochenhöhle'' Grotta delle Ossa,
ein großer Raum, der mit Geröll bedeckt ist, aus dem im Laufe der Zeit
Knochenreste von Nashörnern, Bären und Steinböcken herausgesucht wurden, die
vor ca. 20 000 Jahren die Gegend bevölkerten.
In einem alten Kloster in der Altstadt ist der Sitz des Borgo Didattico per
l'Educazione Ambientale (Didaktisches Dorf für Umwelterziehung)
untergebracht, wo mit Hilfe von Forschungs- und Dokumentationsinitiativen die
Karstregion betreffend die Umwelt- und Naturschätze des Monte Cucco-Gebietes
geschützt und aufgewertet werden.
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