Die
Basilica di Santa Rita wurde erst in jüngster Zeit erbaut, und zwar in
den neun Jahren zwischen 1938 und 1947. Sie erhebt sich auf
der Stelle, wo vorher ein
Maria Magdalena geweihtes Sakralgebäude aus
dem 16. Jahrhundert gestanden hat und das
Renaissancetheater Flavio. Die
Planung der Kirche wurde dem Vatikaningenieur
Monsignore Spirito Maria Chiavetta anvertraut und von den Architekten
Giuseppe Calori und
Giuseppe
Martinenghi ausgeführt. Es war die Intention des Planers und der Bauherren,
die Basilika als Ergebnis der Fusion von verschiedenen Stilen erscheinen zu
lassen, um die Harmonie und das friedliche Zusammenleben verschiedenartiger
Elemente als Symbol für die Allgemeingültigkeit der Botschaft der Heiligen Rita
zu repräsentieren.
Die Fassade ist aus weißem Travertin aus Tivoli, mit einem großen Kreuz in der
Mitte, an dessen Seiten sich zwei Glockentürme erheben, deren Giebel mit grünem
Kupfer gedeckt sind.
Der Grundriss der Basilika ist ein griechisches Kreuz mit vier Apsiden. Von
besonderem Interesse ist die für die Augustinerinnen in Klausur reservierte
Empore, was in den umbrischen Kirchen höchst selten zu finden ist.
Die Ausschmückung der Eingangsapsis wurde
Silvio Consadori anvertraut,
der den ''
Triumph des Kreuzes'' in einem von starker Plastizität und
lebhafter Farbenfreudigkeit charakterisierten Stil malte. Vom gleichen Maler
gibt es in der Basilika weitere Werke, wie ''
Die Auferstehung des Lazarus'',
''
Die Flucht aus Ägypten'' und ''
Jesus unter den Schriftgelehrten''.
Die Kapelle auf der rechten Seite ist von
Gisberto Ceracchini ausgemalt,
der auch ''
Das Dogma der Himmelfahrt'', ''
Roccaporena und Cascia''
und ''
Die Deposition des Kreuzes'' schuf.
Die linke Kapelle, wo die sterblichen
Überreste der Heiligen Rita aufbewahrt werden, ist mit den Werken des Künstlers
Ferruccio Ferrazzi geschmückt, unter denen ''
Die Lobpreisung der
Heiligen'' herausragt. Es handelt sich um gewollt einfaches Bild, auf dem
die Ikone der Heiligen den Demütigen und Bedürftigen sehr nah ist, einen
sanften, bescheidenen Ausdruck hat und auf eine Weise dargestellt ist, die ohne
jeden Manierismus und Gewähltheit auskommt. Hier ist das Bild der Heiligen Rita
dem Kollektivbild, das die Hingabe des Volkes von der Heiligen hat, sehr nah,
da sich das Volk die Heilige ihren eigenen Schmerzen und Ängsten nah vorstellt.
In der Mitte der Kapelle befindet sich die Ädikula mit dem mumifizierten Körper
der Heiligen Rita, der 1947 an diesen Ort gebracht wurde.
Der Teil des Hochaltars, der für ihren Kult zur Verfügung steht, ist mit
liturgischen Einrichtungsgegenständen des Bildhauers
Giacomo Manzù ausgestattet.
Die Unterkirche
Die
Unterkirche ist ein modernes Bauwerk, das erst 1988 errichtet wurde
mit dem Ziel, einen Aufbewahrungsort für eine heilige Reliquie zu schaffen, die
an ein Wunder erinnert, das sich 1330 ereignet hat, als ein Priester aus Siena,
der auf dem Weg zu einem Kranken war, um ihm die letzte Ölung zu verabreichen,
die Hostie zwischen die Seiten seines Gebetbuches legte, und als er dieses
wieder öffnete, stellte er fest, dass Blut aus der Hostie getropft war. Der
Priester übergab das befleckte Gebetsbuch dem
Beato Simone Fidati da Cascia,
damals Prediger in Siena. Eine der beiden Seiten wurde nach
Perugia gebracht,
während die andere im Kloster
Convento di Sant'Agostino di Cascia aufbewahrt
wurde.
Auf der rechten Seite der Unterkirche neben den Gebeinen des Beato Simone Fidati
da Cascia befindet sich der Tabernakel mit der Gebetsbuchseite aus dem Wunder.
Zwischen der Unterkirche und der
Oberkirche befindet sich die
Pönitentiarie,
die von den Architekten
Scrimieri,
Gengo und
Caproni geplant wurde.
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