Die Stadt von Bevagna
Ein Palazzo und drei Kirchen umgeben den exzentrischsten Platz, den man sich nur vorstellen kann. Ein Durcheinander an
Stilrichtungen und Epochen vermischen sich zu einem Resultat, das beeindruckt
und immer aufs Neue Erstaunen hervorruft. Die endgültige Gestaltung des
zentralen Platzes geht auf das 12. bis 13. Jahrhundert zurück, die Zeit, als
der Palazzo dei Consoli gebaut wurde (um 1270) mit einer Reihe von
zweibogigen Fenstern in gotischem Stil und einem Bogengang mit Kreuzgewölbe.
Seit 1886 ist dort das Teatro Torti untergebracht.
Seitlich davon befindet sich die Kirche Chiesa di San Silvestro, deren
unvollendete romanische Fassade 1195 vom Architekten Brunello erbaut
wurde, dem Meister im Marmorbau. Einige Jahre später wurde Brunello beauftragt,
zusammen mit Ridolfo die Kirche Chiesa di San Michele Arcangelo zu
bauen, ebenfalls in romanischer Bauweise, die ein mit schönes, mit Kapitellen
verziertes Portal hat. Der Kreis schließt sich mit einem weiteren schönen
Portal, und zwar dem der Kirche Chiesa di San Domenico, welche 1291
erbaut wurde.
Es ist nicht schwierig, in dieser Stadt Reste von Bauwerken, Friesen und
römischen Säulen aus dem 1. und 2. Jahrhundert zu finden, auf denen Wohnhäuser
gebaut wurden.
Der interessanteste römische Teil enthält das Forum, in der Nähe dessen die
Reste eines Tempels stehen, des frigidariums (Kaltbaderaum) der Thermen und
eines wunderbares Mosaikes aus zweifarbigen Mosaiksteinchen aus dem 2.
Jahrhundert.
Die Ringmauer um das Ortszentrum ist mit vielen Türmen und Bastionen bestückt
und mit Stadttoren durchsetzt, die ins Herz der Ortschaft führen, welches aus
bezaubernden Strässchen und engen, verschlungenen Gassen besteht, an denen
Weinkeller und Läden liegen, wo die Handwerker heute noch ihrer Arbeit nachgehen.
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