Geschichtsträchtige Routen im Gebiet von Città di Castello
Die Glanzzeit von
Città di Castello war die unter der Herrschaft der Signoria der
Vitelli, die
Familie, die ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die
Renaissancearchitektur der Stadt geprägt hat. Architekten, Maler und Literaten
besuchten üblicherweise Città di Castello, wobei sie auch dort den Geist
schufen, der alle europäischen Höfe beseelte. So entstanden der
Palazzo
Vitelli alla Cannoniera, der
Palazzo Vitelli a Sant'Egidio,
der
Palazzo Albizzini, der
Palazzo und die
Loggia
Bufalini, um nur einige der typischsten Orte zu nennen.
Wenn man Città di Castello hinter sich lässt, tritt man wieder ein in das
Zeitalter der Burgen und Festungen, der
Capitani di Ventura,
und damit
Braccio Fortebraccio da Montones, eines berühmten Feldherrn, dessen
Taten noch heute im ganzen Gebiet widerhallen. Sein Geburtsort, das befestigte
Städtchen
Montone, stellt ein Symbol dar für alles, was das
Mittelalter ausmacht, und trotz seiner engen städtebaulichen Anlage beherbergt
es namhafte, international bekannte Veranstaltungen, die Besucher aus allen
Teilen der Welt anziehen. Seine unbestreitbare Schönheit hat es kürzlich in den
Verein der schönsten Ortschaften Italiens ''
Borghi più belli d'Italia''
gebracht und somit zur unerlässlichen Etappe auf jeder Reiseroute gemacht. Aber
auch alle anderen Orte in diesem Gebiet behalten große Überraschungen vor und
ihre Schönheit zieht jedes Jahr zahllose Besucher an. In
San Giustino ist das
Castello Bufalini einer besonderen Erwähnung wert, ein Beispiel für eine
Festung, die im Laufe der Zeit durch Umbauten und Verschönerungsmaßnahmen zu
einem feinen Renaissancewohnsitz umgestaltet wurde. Auch
Umbertide hat seine
Festung von enormem Ausmaß und mit vielen Wachtürmen, ein
hervorragendes Symbol der Stadt. Nach kürzlich abgeschlossenen
Renovierungsarbeiten erstrahlt sie wieder in altem Glanz und beherbergt
Kunstsammlungen und öffentliche Ausstellungen.
Dann sind da noch die Burgen und Festungen von
Lisciano Niccone, eine
eigenständige Gemeinde, die gleich hinter dem ''
Corridoio Bizantino''
liegt, welcher ununterbrochene Wachsamkeit und eine entsprechende Garnison
benötigte, und zu dessen Schutz auf allen umliegenden Hügeln Städtchen und
Burgen entstanden. An diesen Orten enthüllen die umbrischen Täler ihre ganze
Pracht und ihre ganze Geschichts- und Kulturträchtigkeit, wobei sie sich hierbei
von ihrer besten Seite zeigen.
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