Die Glanzzeit von Acquasparta ist
untrennbar mit der Familie Cesi verbunden, was man besonders gut am Palazzo
Cesi, ein auf Kardinal Federico Cesi zurück gehender Renaissance-Bauwerk
aus dem Jahre 1564, erkennen kann. Die Geschichte der Accademia dei Lincei kreuzt sich immer wieder mit der Geschichte von Acquasparta - dank Federico
Cesi, der 1585 in Rom geboren wurde und 1630 in Acquasparta
verstarb. Im August 1603 wurde die Accademia dei Lincei von ihm und seinen
Mitstreitern Anastasio De Filiis, Francesco Stelluti und Johannes
van Heeck im, zu den Besitztümern seiner Familie gehörenden, Palazzo
della Maschera d'Oro, in Rom gegründet. Oftmals werden die Sitzungen jedoch
in jenem Palazzo Cesi in Acquasparta abgehalten, einem heiteren Ort, der für
intellektuelles Leben geeignet ist.
Zweck der Akademie ist, unter besonderer Berücksichtigung der Dogmenfreiheit, die
Erforschung der Natur sowie das menschliche, alles umfassende, vorurteilsfreie
Wissen gewesen. Höchstes Ziel war die Forschungsfreiheit, die einzige
wissenschaftlich-experimentelle Methode, um die Kultur letztendlich von den
Ketten zu befreien, die sie in eine Sackgasse getrieben hatten. Diese
Einstellung der Akademie zog keine geringere Persönlichkeit als Galilei
Galileo an, der im Jahre 1611 im Alter von 47 Jahren volles Mitglied der
Akademie wurde. Im Jahr 1624 verbringt er in Acquasparta einen Monat als Gast
von Federico in dessen eindrucksvollen Palazzo zwischen wundervollen Fresken
und dekorativen Malereien.
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